Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse >

Hacker begehen in Europa koordinierte Attacken

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Cyber-Attacke in ganz Europa  

Hacker dringen in Unglücks-AKW Tschernobyl ein

27.06.2017, 22:33 Uhr | dru, Reuters, cwe, AP

Hacker begehen in Europa koordinierte Attacken. Der zerstörte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl nach dem Unglück im Mai 1986. (Quelle: dpa)

Der zerstörte Reaktor des Atomkraftwerks Tschernobyl nach dem Unglück im Mai 1986. (Quelle: dpa)

Unternehmen und Behörden weltweit sind Opfer einer massiven Hackerattacke geworden. Auch in Deutschland waren Computersysteme betroffen. An der Ruine des Atomkraftwerks Tschernobyl musste die Radioakvität nach dem Angriff manuell gemessen werden.

Die Cyber-Attacke traf Unternehmen vom ukrainischen Flugzeugbauer Antonov über den russischen Ölkonzern Rosneft und der dänischen Reederei Maersk bis zum US-Pharmariesen Merck. In Deutschland fielen unter anderem die Computer wie auch die Telefonanlage in der Hamburger Zentrale des Nivea-Herstellers Beiersdorf aus, berichtete der NDR.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rief betroffene Unternehmen und Institutionen auf, Sicherheitsvorfälle dem BSI zu melden und nicht auf Lösegeldforderungen einzugehen. Die aktuelle Angriffswelle weise "bezüglich Verbreitungsgrad und -geschwindigkeit Ähnlichkeiten zum Cyber-Sicherheitsvorfall "Wanny Cry" auf, teilte die Behörde mit.

Von der Schadsoftware "WannaCry" waren im Mai hunderttausende Computer in 150 Ländern blockiert worden. Laut dem Software-Hersteller "G Data" wird bei dem Angriff eine Kombination aus Geheimdienst-Tool und Verschlüsselungs-Software eingesetzt. Bei dem aktuellen Angriff soll es sich um die Schadsoftware "Petya.A" handeln.

Wie "WannaCry" ist auch "Petya.A" eine sogenannte Ransomware. Diese nimmt die Daten eines Computers praktisch als Geisel und verlangt für die Freigabe eine Geldzahlung. Wird diese nicht geleistet, werden die Daten gelöscht.

Katastrophen-AKW Tschernobyl auf manuelle Kontrolle umgestellt

Von der neuerlichen Attacke am stärksten betroffen ist die Ukraine. Neben dem Staatskonzern Antonov meldeten auch Banken, Telekom, Post, ein Stromnetzbetreiber, der Kiewer Flughafen und die Regierung Probleme mit ihren Computer-Netzwerken.

Am Katastrophen-AKW in Tschernobyl wurde die Kontrolle der Radioaktivität "aufgrund der temporären Abschaltung der Windows-Systeme" auf manuell umgestellt. Die Website des nach dem schweren Unfall 1986 abgeschalteten Kraftwerks war nicht erreichbar. Die Agentur für die Verwaltung der Sperrzone in Tschernobyl betonte jedoch, alle wichtigen technischen Systeme der Station funktionierten normal.

Die ukrainischen Behörden vermuten Russland hinter dem Angriff. Es handele es sich um die bislang schwersten Hackerangriffe in der Geschichte des Landes, erklärten Berater des Innenministeriums in Kiew. Die Netzwerke dürften in einigen Tagen wieder laufen. "Als Folge der Cyberangriffe haben die Banken Schwierigkeiten beim Kundenservice und der Bereitstellung des Bankgeschäftes", erklärte die Zentralbank in Kiew.

Probleme auch in Westeuropa

Allerdings berichtete der russische Ölkonzern Rosneft ebenfalls von Angriffen gegen seine Computersysteme. "Die Unternehmensserver machten einen schlagkräftigen Hackerangriff durch", erklärte das Unternehmen via Twitter. Die Ölproduktion sei aber nicht betroffen. Der russische Stahlriese Evraz räumte technische Probleme in mehrere Regionen ein. Auch hier sei die Produktion jedoch nicht gefährdet.

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Mondelez International erklärte, Mitarbeiter in verschiedenen Regionen hätten technische Problem. Es sei unklar, ob dafür Cyber-Angriffe verantwortlich seien. "Wir untersuchen die Sache", erklärt eine Firmensprecherin.

Der französische Baukonzern Saint Gobain erklärte ebenfalls, Opfer eines Angriffs geworden zu sein, ebenso der britische Werberiese WPP. Die weltgrößte Reederei A.P. Moller-Maersk schloss einen weltweiten Ausfall seines Computersystems nicht aus, nachdem etwa in Großbritannien und Irland Probleme bekannt wurden. "Wir bewerten gegenwärtig die Lage", erklärte Maersk via Twitter. 

Der US-Pharmariese Merck bestätigte ebenfalls einen Cyberangriff. Das Computernetzwerk sei beeinträchtigt, teilte die Firma mit Sitz im Staat New Jersey mit. Merck hat unter anderem Niederlassungen in der Ukraine. Die Zahl weiterer Firmen und Behörden, die Opfer des Angriffs wurden, stieg lawinenartig. Die rumänische Cyber-Sicherheitsfirma Bitdefender sprach von einem weltweiten Phänomen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Bis zu 1,5 GB Datenvolumen - ab 2,95 €* pro 4 Wochen
die neuen Prepaid-Tarife der Telekom
Shopping
Haarausfall? Dünnes Haar? Jetzt aktiv werden!
mit dem Coffein Set von asambeauty
Shopping
Exklusiv: 15,- € Gutschein und gratis Versand
nur bis zum 30.08. bei MADELEINE
KlingelBabistabonprix.deLidl.deStreet OneCECILMADELEINEdouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017