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Wirtschaft: 'BöZ'/ EU will Abbau fauler Kredite forcieren - Billionen-Problem

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Wirtschaft  

'BöZ'/ EU will Abbau fauler Kredite forcieren - Billionen-Problem

07.07.2017, 09:16 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Union will Presseberichten zufolge den Abbau fauler Bankkredite in Höhe von zuletzt rund einer Billion Euro forcieren. Betroffen sind zwar fast nur südeuropäische Geldhäuser. Doch die damit verbundenen Risiken würden "die Wirtschaft und das Finanzsystem der gesamten EU" belasten. Aus diesem Grund wollten die EU-Kommission und die EU-Finanzminister kommenden Dienstag einen "Aktionsplan gegen notleidende Kredite" beschließen, wie am Freitag die "Börsen-Zeitung" und das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf den Entwurf des Papiers berichten.

Der Berg fauler Kredite belastet die Finanzbranche schon lange und die Not ist vor allem dort groß, wo auch die Wirtschaft nicht so gut läuft. Größte Sorgenkinder sind laut EU-Bankenaufsicht Italien und Portugal, wo sich die Summe der faulen Kredite auf knapp 16 Prozent sowie etwas mehr als 19,5 Prozent belaufen. Ebenfalls weiter hohe Summen an ausfallgefährdeten Krediten gibt es in Griechenland und Zypern. Die Länder schieben anders als zum Beispiel Spanien das Problem seit Jahren vor sich her. Spanien hatte die Banken bereits vor Jahren dazu gezwungen, ihre Bilanzen um ausfallgefährdete Kredite größtenteils zu bereinigen.

ANDERE LÄNDER SOLLEN NACHZIEHEN

Jetzt will die EU, dass die anderen Länder nachziehen. Dem Aktionsplan zufolge sollen nationale Abwicklungseinheiten die faulen Kredite übernehmen und als gebündelte Verbriefung an den Finanzmärkten verkaufen, wie es im "Handelsblatt" heißt. Die Kommission solle "bis Ende 2017" einen Plan für die Gründung nationaler Vermögensverwaltungsgesellschaften (Bad Banks) entwickeln. Der Plan solle "gemeinsame Prinzipien" für die "relevanten Vermögenswerte" sowie für die Kapital- und Führungsstrukturen der Bad Banks enthalten.

Die Kommission soll außerdem bis zum Sommer kommenden Jahres 2018 "die Sekundärmärkte für notleidende Kredite" weiterentwickeln. Im Fokus stehe dabei den "Transfer" der verbrieften Problemkredite "von Banken zu Nicht-Banken" zu erleichtern. Die Finanzminister wollen zudem dafür sorgen, dass in Zukunft nicht mehr so viele ausfallgefährdete Kredite auflaufen, ohne die dafür notwendige finanzielle Vorsorge aufzubauen. So könnten Banken zum Beispiel künftig dazu gezwungen werden, notleidende Kredite künftig vom Eigenkapital abzuziehen.

ANFORDERUNG SOLL NUR FÜR NEUE KREDITE GELTEN

Die Kommission solle im Rahmen der laufenden Überprüfung der EU-Eigenkapitalrichtlinie CRD IV eine entsprechende "aufsichtsrechtliche Anforderung in Betracht ziehen", heißt es in dem Papier, das den beiden Zeitungen vorliegt. Gelten solle sie nur für neu vergebene Kredite, nicht für den Bestand. Die Aufsicht solle zudem Rückabsicherungen (Backstops) in Erwägung ziehen, falls Zweifel an der Angemessenheit der Risikovorsorge bestehen.

Zudem soll der Anwendungsbereich von Leitlinien, die sich bislang an systemrelevante Großbanken richten, auf "weniger bedeutende Banken" ausgedehnt und die Berichtspflichten erweiter werden. Den Banken stoßen die Vielzahl neuer möglicher Regeln und Pflichten erwartungsgemäß sauer auf. Es handele sich um "sehr weitreichende Vorschläge" und einen "tiefen Eingriff in die Kreditvergabe", zitierte das "Handelsblatt" nicht genannte Personen aus dem Bankenumfeld.

BANKEN SIND NICHT ERFREUT

So sei die geplante erhöhte Eigenkapitalvorsorge für Problemkredite in der sogenannten CRD-IV-Richtlinie überflüssig, weil mit neuen Standards der internationalen Rechnungslegung sowieso schärfere Vorschriften zur Wertberichtigung auf die Banken zukämen. Auf Gegenliebe dürfte der Vorstoß der EU-Finanzminister dagegen bei der Europäischen Zentralbank stoßen. So hatte der EZB-Vizepräsident, Vítor Constâncio, erst vor wenigen Tagen in einem Gastbeitrag in der "Börsen-Zeitung" eine koordinierte europäische Strategie für notleidende Kredite und den potenziellen Beitrag nationaler Vermögensverwaltungsgesellschaften bei der Verwertung fauler Kredite betont.

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