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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Anleger halten sich vor EZB-Entscheid zurück

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Schluss: Anleger halten sich vor EZB-Entscheid zurück

17.07.2017, 18:18 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich nach der guten Vorwoche am Montag zunächst zurückgehalten. Sie warteten auf den Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag, schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets in einem Kommentar. Auch die Berichtssaison, die Aufschluss über den Zustand der Weltwirtschaft geben wird, nimmt erst am Dienstag in den USA richtig Fahrt auf.

Der Dax ging nach schwankendem Verlauf moderat im Minus über die Ziellinie. Letztlich verlor der Leitindex 0,35 Prozent auf 12 587,16 Punkte. Er schloss damit im Niemandsland zwischen kleinen Gewinnen zum Handelsauftakt und zwischenzeitlich noch deutlicheren Verlusten. Im Laufe der vergangenen Woche hatte er noch von den Hoffnungen auf eine nur behutsame Straffung der US-Geldpolitik profitiert.

Laut Stanzl hängt der Aktienmarkt "in dieser Woche am Angelhaken des Devisenmarktes". Nach einem "kleinen Zinsbeben" vor zwei Wochen hält er es aber für fraglich, ob Mario Draghi dem ein weiteres folgen lassen wird. An einem Ausbruch des Euro auf ein Mehrjahreshoch zum US-Dollar dürfte der Vorsitzender der Währungshüter der Eurozone seiner Ansicht nach kein Interesse haben. Die Gemeinschaftswährung bewegte sich zuletzt auf dem höchsten Stand seit über einem Jahr.

AKTIEN MACHEN EUROPAWEIT KEINE FORTSCHRITTE

Der MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen sank am Montag nur knapp um 0,10 Prozent auf 25 136,22 Punkte. Technologiewerte hingegen zeigten sich zu Wochenbeginn freundlich: Ihr Auswahlindex TecDax gewann 0,38 Prozent auf 2307,57 Zähler.

Ähnlich wie der Dax schloss auch der EuroStoxx 50 etwas schwächer: Am Ende gab der Leitindex der Eurozone um 0,27 Prozent auf 3516,35 Punkte nach. Der Pariser CAC-40 -Index ging auch mit einem knappen Abschlag aus dem Handel, während der Londoner FTSE 100 moderat mit 0,35 Prozent im Plus schloss. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Börsenschluss kaum verändert.

KURSRUTSCH BEI GEA NACH PROGNOSESENKUNG

Auf Unternehmensseite spielte die Musik vor allem in den Nebenwerte-Indizes. Die Gea-Titel mussten nach schwachen Eckdaten für das zweite Quartal und einer gesenkten Gewinnprognose ordentlich Prügel einstecken: Sie büßten als MDax-Schlusslicht fast 6 Prozent ein. Börsianer verwiesen darauf, dass der Maschinenbauer nicht das erste Mal negativ überrasche und stellten einmal mehr die Glaubwürdigkeit der Unternehmensführung in Frage.

Deutlich bergauf ging es dagegen für die beiden Aktien, die aus der Aufspaltung des Handelskonzerns Metro hervorgegangen sind. Ceconomy legten um 3,69 Prozent zu und waren damit Favorit im MDax, nachdem das Analysehaus Kepler Cheuvreux die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung aufgenommen hatte. Auch die Papiere des Lebensmittelhändlers Metro Wholesale & Food, die vorerst noch keinem Index angehören, zeigten sich mit einem Zugewinn von fast 1 Prozent freundlich.

PUMA HEBT PROGNOSE AN

Adidas gehörte im Dax mit einem Aufschlag von 0,72 Prozent zu den Gewinnern. Das lag auch an einem Nebenwert: Der Sportartikelhersteller Puma hatte am Montag zum zweiten Mal in diesem Jahr seine operative Gewinnprognose angehoben. Die im SDax notierten Aktien des Adidas-Konkurrenten gewannen daraufhin mehr als 1 Prozent.

Im TecDax zogen SMA Solar um mehr als 6 Prozent an. Sie setzten so ihre Klettertour der vergangenen Tage fort und schafften es erstmals seit dem vergangenen September wieder über die Marke von 30 Euro. Börsianer verwiesen vor allem auf ein zuletzt wieder verbessertes Branchenumfeld. Solarwerte seien in den vergangenen Tagen weltweit wieder etwas gefragter gewesen.

EUROKURS NÄHERT SICH JAHRESHOCH

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,33 Prozent am Freitag auf 0,34 Prozent. Der Rentenindex Rex legte leicht um 0,02 Prozent auf 140,46 Punkte zu. Der Bund-Future lag zuletzt mit 0,17 Prozent im Plus bei 161,35 Punkten. Der Kurs des Euro bewegte sich nahe des höchstens Stands seit über einem Jahr. Zuletzt wurden 1,1472 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1462 (Freitag: 1,1415) US-Dollar festgesetzt./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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