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Software AG nach durchwachsenen Zahlen weiter auf Richtungssuche

18.07.2017, 14:21 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngsten Geschäftszahlen der Software AG haben die Anleger am Dienstag ratlos zurückgelassen. Zwar habe das Management die Prognose für die operative Ergebnismarge (bereinigtes Ebita) angehoben, doch enttäusche die Lizenzentwicklung im Bereich Integrationssoftware (DBP), erklärte Analyst Sebastian Droste von der Equinet Bank. Die Aktien fanden denn auch trotz deutlicher Kursausschläge keine Richtung. Gegen Mittag notierten sie nahezu unverändert bei 38,16 Euro. Zuvor hatten sie in einer Spanne von 37,25 Euro bis 39,435 Euro geschwankt.

Damit ging die Richtungssuche der vergangenen Wochen weiter: Seit Ende Juni bewegt sich der Kurs weitgehend im Bereich um die 38 Euro. Zuvor hatte ein Analysten- und Investorenbrief des Konzerns Befürchtungen geweckt, dass die Umsatzerwartungen des Marktes wegen des wiedererstarkten Eurokurses zu hoch sein könnten. Zum Vergleich: Anfang Juni waren die Papiere noch auf ein Mehrjahreshoch bei 43,375 Euro gestiegen.

Wie am Dienstag nun mitgeteilt wurde, stieg der Gesamtumsatz des Konzerns im zweiten Quartal 2017 denn auch nur um 2 Prozent auf 207,4 Millionen Euro. Der Jahresausblick für die Erlöse wurde aber bestätigt. Für die operative Gewinnmarge wurde das Management indes dank lukrativerer Geschäfte mit der Digitalisierung sogar etwas zuversichtlicher. Sie wird 2017 nun von 31,0 bis 32,0 Prozent erwartet, nach bisher 30,5 bis 31,5 Prozent.

Equinet-Analyst Droste bleibt dennoch kritisch. Selbst auf Basis der Mitte der neuen Prognosespanne erschienen die allgemeinen Markterwartungen zu optimistisch. Insgesamt überwögen daher die Risiken, wenngleich das zweite Halbjahr für die Darmstädter in der Regel das stärkere sei.

Droste verwies zudem auf eine "enttäuschende" Entwicklung im Geschäft mit Lizenzen in der Wachstumssparte mit Integrationssoftware. Hier fielen die Verkäufe. Weniger Lizenzen aber schmälern tendenziell die Chancen, den Kunden im Nachgang auch die lukrativeren Wartungsverträge zu verkaufen.

Knut Woller, Analyst bei der Baader Bank, bleibt hingegen zuversichtlich. Er kalkuliert mit einer schwungvolleren Entwicklung bei den Lizenzverkäufen ab dem dritten Quartal. Daher rechnet er nicht mit fallenden Markterwartungen infolge der Zahlen für das zweite Quartal. Bestenfalls könnten die sogar leicht zulegen. Woller stuft die Aktien denn auch bei einem Kursziel von 45 Euro mit "Buy" ein, während Droste bei einem Ziel von 30 Euro mit "Sell" votiert.

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