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UBS und Credit Suisse profitieren von Vermögensverwaltung

28.07.2017, 08:47 Uhr | dpa-AFX

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Vermögensverwaltung für Wohlhabende hat die beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse über die Flaute an den Kapitalmärkten hinweggerettet. Beide Häuser konnten ihren Gewinn steigern - wenn auch auf deutlich unterschiedlichem Niveau. Die UBS verdiente fast vier Mal so viel wie die Credit Suisse, die noch mitten im Umbau steckt.

Vorbörslich lagen die Aktien der beiden Häuser am Freitag allerdings leicht im Minus. Bei der UBS störten sich Analysten an der gesunkenen Kernkapitalquote, die als Gradmesser für die Krisenfestigkeit einer Bank gilt. Mit 13,5 Prozent Ende Juni war sie im Konkurrenzvergleich zwar weiterhin komfortabel; Ende März hatte sie jedoch bei 14,1 Prozent gelegen. Bei der Credit Suisse hatten Analysten mit etwas besseren Erträgen - also Gesamteinnahmen - gerechnet.

Der Gewinn der UBS verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf unterm Strich 1,17 Milliarden Schweizer Franken, wie das Geldhaus in Zürich mitteilte. Analysten hatten mit lediglich 800 Millionen Franken gerechnet. Dabei half auch der eingeschlagene Sparkurs, bei dem sich das Haus auf Kurs sieht. "In Anbetracht der Marktbedingungen haben wir im zweiten Quartal ein sehr gutes Ergebnis erzielt", erklärte Bankchef Sergio Ermotti. "Besonders unser globales Wealth Management erzielte ein hervorragendes Resultat."

Sein Credit-Suisse-Konterpart Tidjane Thiam stieß ins gleiche Horn: "Unsere Fokussierung auf das globale Vermögensverwaltungsgeschäft zahlt sich aus." Das verwaltete Vermögen habe einen Rekordstand erreicht. Der Bank kamen dabei auch die wieder steigenden Zinsen in den USA zugute. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Gewinn von 303 Millionen Schweizer Franken, wie die Bank ebenfalls am Freitag in Zürich mitteilte. Das war beinahe eine Verdoppelung des Vorjahresergebnisses. Experten hatten mit einem Abschneiden in dieser Größenordnung gerechnet.

Thiam sieht gute Fortschritte bei der Neuausrichtung seines Hauses. Er will vor allem die Risiken und Kosten senken und die Vermögensverwaltung ausbauen, die anders als das schwankungsanfällige Kapitalmarktgeschäft als stabiler Ertragsbringer gilt. Zuletzt hatte er den zwischenzeitlich geplanten Teilbörsengang des Privatkundengeschäfts in der Schweiz abgeblasen und sich stattdessen lieber Geld über die Ausgabe neuer Aktien ins Haus geholt.

Die Credit Suisse hat zwei Jahre mit Milliardenverlusten hinter sich. Die Schweizer waren unter anderem einen milliardenschweren Vergleich mit der US-Regierung wegen umstrittener Hypothekengeschäfte eingegangen. Auch die Deutsche Bank hatte wegen teurer Rechtsstreitigkeiten zwei Jahre in Folge Milliardenverluste geschrieben.

Credit Suisse hatte nach der Finanzkrise zunächst an einem breiten Kapitalmarktgeschäft festgehalten im Vertrauen, dass es sich nach dem Lehman-Schock wieder erholt. Doch diese Besserung ließ lange auf sich warten. Bankchef Thiam, der seit Mitte 2015 im Amt ist, setzt auf Kosteneinsparungen und den Ausbau der als stabil geltenden Vermögensverwaltung.

Diesen Schritt war die UBS schon viel früher gegangen. Der seit 2011 amtierende Bankchef Ermotti hat die Vermögensverwaltung zu dem mit Abstand wichtigsten Standbein ausgebaut. Bis zum Ende des Jahres will er die Kosten zudem um konzernweit 2,1 Milliarden Franken senken, wovon er bis zur Jahreshälfte bereits 1,8 Milliarden Franken geschafft hat.

Neben der Vermögensverwaltung für Wohlhabende profitierte die UBS auch vom klassischen Privat- und Firmenkundengeschäft. Gewinnzuwächse in diesen Bereichen konnten Rückgänge im Fondsgeschäft und der Investmentbanking- und Kapitalmarksparte ausgleichen. Weil viele politische Unsicherheiten zwischenzeitlich gewichen waren, hatten Investoren zuletzt deutlich weniger gehandelt als noch im Vorjahr. Dies hatten auch die US-Rivalen oder die Deutsche Bank zu spüren bekommen.

Beim Ausblick auf das laufende Jahr blieb Credit-Suisse-Chef Thiam vorsichtig: Die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten und die geringe Volatilität an den Märkten dürften das marktabhängige Geschäft beeinträchtigen.

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