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Wirtschaft: HVB-Mutter Unicredit schlägt sich nach Umbau besser als gedacht

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Wirtschaft  

HVB-Mutter Unicredit schlägt sich nach Umbau besser als gedacht

03.08.2017, 10:44 Uhr | dpa-AFX

MAILAND (dpa-AFX) - Der radikale Umbau der italienischen Großbank Unicredit zahlt sich weiter aus. Im zweiten Quartal schnitt die Muttergesellschaft der HypoVereinsbank besser ab als erwartet. Dazu trug auch das Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland bei. In allen wichtigen Sparten habe das Geschäft an Schwung gewonnen, erklärte Bankchef Jean Pierre Mustier am Donnerstag in Mailand. Die Aktie stieg am Morgen in Mailand um zuletzt fast 4 Prozent.

Der Quartalsgewinn verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent auf unterm Strich 945 Millionen Euro. Von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten dagegen mit einem Rückgang auf 587 Millionen Euro gerechnet. Die Erträge - die gesamten Einnahmen - schrumpften zwar um 8 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Das war aber immer noch besser als Analysten prognostiziert hatten.

Der Unicredit entgingen unter anderem Gebühren für den Handel mit Wertpapieren oder Devisen. Auch andere Banken hatten angesichts mauer Kapitalmärkte im vergangenen Quartal einstecken müssen. Dafür lieferte das deutsche Privat- und Firmenkundengeschäft eine positive Überraschung: Der Gewinn lag mit 239 Millionen Euro zweieinhalb Mal so hoch wie im Vorjahresquartal. Das war allerdings in erster Linie der Auflösung von Steuerrückstellungen geschuldet.

Die Unicredit hatte in der Vergangenheit vor allem unter faulen Krediten gelitten. Der seit Juli vergangenen Jahres amtierende Mustier hatte daraufhin Problemkredite abgestoßen, Geschäftszweige aufgegeben, die Kosten gesenkt und frisches Geld am Kapitalmarkt eingesammelt. Schon zu Jahresbeginn hatte der Umbau erste Erfolge gezeigt. 2016 hatte die Unicredit noch einen Verlust von fast 12 Milliarden Euro hinnehmen müssen.

Die Kernkapitalquote (CET 1) verbesserte sich von Ende März bis Ende Juni von 11,45 auf 12,80 Prozent. Im Wesentlichen lag dies an der Trennung von der polnischen Bank Pekao. Die Kernkapitalquote gilt als Ausweis der Krisenfestigkeit eines Geldhauses.

Die Unicredit hatte ihre Kapitalbasis Anfang des Jahres mit einer 13 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung gestärkt. Damit stopfte das Institut Löcher, die unter anderem die Abschreibungen auf faule Kredite in die Bilanz gerissen hatten.

Das Problem trifft auf die gesamte italienische Bankenbranche zu: Wegen der schwächelnden Wirtschaft im Land hatten viele Kreditnehmer ihre Raten nicht mehr bedienen können. Das Traditionshaus Monte dei Paschi di Siena musste vom Staat gestützt werden; die Großbank Intesa Sanpaolo hatte die vom Kollaps bedrohten Häuser Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banca im Rahmen eines Notverkaufs übernommen.

Der Aktienkurs der Unicredit hatte im vergangenen Jahr um fast 47 Prozent nachgegeben. Das Papier war damit der mit Abstand schwächste Titel unter den europäischen Großbanken. Im laufenden Jahr sieht es dagegen deutlich besser aus: Mit einem Plus von 26 Prozent hat sich die Aktie wesentlich besser entwickelt als der europäische Branchenindex mit einem Zuwachs von 9 Prozent.

Das italienische Institut ist an der Börse derzeit wieder 38,6 Milliarden Euro wert. Zum Vergleich: Die Deutsche Bank , die ebenfalls unlängst eine Kapitalerhöhung gestemmt hatte, kommt auf 31,3 Milliarden Euro.

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