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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Ausblick: Nordkorea-Krise verschreckt Anleger

09.08.2017, 08:24 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Neue Kriegsrhetorik im Nordkorea-Konflikt sorgt auch bei den Investoren am Aktienmarkt zur Wochenmitte für Verunsicherung. Abzulesen ist das am X-Dax , der als außerbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex etwa eine Stunde vor dem Börsenstart am Mittwoch 0,81 Prozent tiefer stand bei 12 193 Punkten.

Am Dienstag hatte der Dax noch etwas zugelegt und knapp unter 12 300 Punkten geschlossen. Diese Marke erweist sich seit Tagen als Widerstand. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Mittwoch mit einem Minus von 0,60 Prozent erwartet.

Nordkoreas Militär hatte den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Zuvor hatten Berichte über große Fortschritte des kommunistischen Staats mit seinem Atom- und Raketenprogramm das Ausland aufgeschreckt. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin indirekt militärische Gewalt angedroht.

BÖRSEN WELTWEIT SCHWÄCHER

An den asiatischen Börsen ging es bereits kräftig abwärts. Auch die US-Futures gaben seit dem europäischen Handelsende nach. In China hoffen die Anleger nach schwächeren Verbraucherpreisdaten auf geldpolitische Maßnahmen der Notenbank, was die Kurse im Reich der Mitte im späten Handel aber nicht mehr stützen konnte.

Hierzulande geht derweil die Bilanzsaison weiter mit Geschäftszahlen des Rückversicherers Munich Re und des Versorgers Eon , beide aus dem Dax. Munich Re standen vorbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um eineinhalb Prozent tiefer verglichen mit dem Xetra-Schlusskurs, Eon dagegen um gut 1 Prozent höher.

Norma, Brenntag, Symrise und Leoni berichten aus dem MDax , wobei die Papiere des Autozulieferers Norma und des Chemikalienhändlers Brenntag vorbörslich besonders kräftige Abgaben mit jeweils mehr als eineinhalb Prozent verzeichneten. Im TecDax gerieten Jenoptik-Aktien vorbörslich mit einem Minus von mehr als 5 Prozent stark unter Druck.

CONTI PROFITIEREN VON KAUFEMPFEHLUNG

Die Papiere des Autozulieferers und Reifenkonzerns Continental gewannen vorbörslich indes gut 1 Prozent, nachdem die Deutsche Bank sie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 200 auf 230 Euro angehoben hatte.

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