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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Eröffnung: Nordkorea-Krise verschreckt Anleger

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Eröffnung: Nordkorea-Krise verschreckt Anleger

09.08.2017, 10:05 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Unverhohlene Kriegsrhetorik im Nordkorea-Konflikt sorgt bei den Investoren am Aktienmarkt zur Wochenmitte für Verunsicherung. Der Dax sank am Mittwoch in der ersten Handelsstunde um 0,74 Prozent auf 12 201,40 Punkte.

Am Dienstag hatte der deutsche Leitindex noch etwas zugelegt und knapp unter 12 300 Punkten geschlossen. Diese Marke erweist sich seit Tagen als Widerstand, während die Marke um 12 100 Punkte bislang als Unterstützung diente.

Der MDax der mittelgroßen Werte gab im frühen Mittwochshandel um 0,97 Prozent auf 24 908,42 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,84 Prozent auf 2265,11 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,71 Prozent runter.

BÖRSEN WELTWEIT SCHWÄCHER

An den asiatischen Börsen hatten die zunehmenden politischen Spannungen zwischen Nordkorea und den USA die Kurse ebenfalls belastet, und auch die US-Futures gaben seit dem europäischen Handelsende nach. Sollte sich das alles aber nur als vorübergehendes Wortgefecht herausstellen, könnten sich die Aktienkurse auch schnell wieder erholen, kommentierte Marktexperte Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital.

Nordkoreas Militär hatte den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt. Zuvor hatten Berichte über große Fortschritte des kommunistischen Staats mit seinem Atom- und Raketenprogramm das Ausland aufgeschreckt. US-Präsident Donald Trump hatte daraufhin indirekt militärische Gewalt angedroht.

QUARTALSZAHLEN VON MUNICH RE UND EON

Hierzulande geht derweil die Bilanzsaison weiter mit Geschäftszahlen des Rückversicherers Munich Re und des Versorgers Eon , beide aus dem Dax, sowie einigen Vertretern aus der zweiten und dritten Reihe.

Beim weltgrößten Rückversicherer Munich Re hatten geringe Katastrophenschäden und eine Steuergutschrift einen Gewinneinbruch im zweiten Quartal abgemildert. Die Papiere standen zuletzt 0,05 Prozent höher.

Der Energiekonzern Eon profitierte im zweiten Quartal von der Rückzahlung der Atomsteuer und will den Aktionären nun mehr Dividende zahlen. Die Titel rückten zunächst vor, gaben zuletzt aber um ein knappes halbes Prozent nach.

Die Papiere des Autozulieferers und Reifenkonzerns Continental gewannen ganz oben im Dax fast 1 Prozent, nachdem die Deutsche Bank sie von "Hold" auf "Buy" hochgestuft und das Kursziel von 200 auf 230 Euro angehoben hatte.

BRENNTAG UND SYMRISE SEHR SCHWACH

Im MDax sackten die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag nach der Bekanntgabe von Quartalszahlen als schwächster Index-Wert um rund 5 Prozent ab. Händler bezeichneten den Ausblick als enttäuschend.

Die Symrise-Papiere verloren gut dreieinhalb Prozent, obwohl der Duftstoff- und Aromenhersteller die Ertragsprognose für laufende Jahr erhöht hatte.

Im TecDax rutschten die Anteile des Medizintechnikherstellers Carl Zeiss Meditec nach einer Abstufung durch das Analysehaus Kepler Cheuvreux um mehr als 4 Prozent ab.

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