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Bitcoins: So kommen Sie an die Kryptowährung

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Bitcoins auf Rekordhoch  

So kommen Sie an das Krypto-Geld

09.08.2017, 13:33 Uhr | Karolin Rothbart, dpa

Bitcoins: So kommen Sie an die Kryptowährung. Rund 3.500 Dollar war ein einzelner Bitcoin am Dienstag wert. Doch wie kommt man an die Kryptowährung? (Quelle: AP/dpa/Archiv/Jeff Chiu)

Rund 3.500 Dollar war ein einzelner Bitcoin am Dienstag wert. Doch wie kommt man an die Kryptowährung? (Quelle: Archiv/Jeff Chiu/AP/dpa)

Rekordhoch: Rund 3.500 Dollar ist ein Bitcoin am Dienstag wert. Nach der jüngsten Aufspaltung ist eine Einheit der digitalen Währung derzeit so wertvoll wie nie. In gerade einmal drei Wochen hat sich der Kurs fast verdoppelt. Wir erklären, wie man an die wertvolle Währung kommt.

Willkommen in der Welt der Krypto-Währungen. Irrational, unvernünftig und hochspekulativ, sagen die Kritiker. Praktisch und zukunftsgerichtet, sagen Fans. Doch wenn man die Risiken kennt und mitmachen will – wie kommt man eigentlich an Bitcoins?

Selber erzeugen

Theoretisch kann jeder Computerbesitzer selbst Bitcoins "schürfen", wie es in der Fachsprache heißt. Dieser im Englischen "Mining" genannte Prozess ist im Grunde nichts anderes als eine komplexe Rechnung, die von einer Software erledigt wird. Experten raten Normalnutzern allerdings eher davon ab, sich auf diesem Wege Bitcoins zu beschaffen. Denn Heimanwender können im Grunde kaum mehr mit professionellen Mining-Unternehmen und ihrem speziellen Equipment mithalten. Neben der passenden Computerausstattung geht auch der Strom ganz schön ins Geld.

Kaufen

Viel einfacher ist es, Bitcoin (oder die abgespaltene Währung "Bitcoin Cash") schlicht an einer Online-Tauschbörse zu erwerben. Weltweit gibt es Dutzende solcher Plattformen, von denen nur eine ihren Sitz in Deutschland hat. Ihr Name: Bitcoin.de. Die Börse wird in Kooperation mit der Münchener Direktbank "Fidor" betrieben. Wer nicht zufällig Kunde dort ist, der muss sein Bankkonto nach der Anmeldung über das Online-Zahlungssystem "Sofortüberweisung" verifizieren.

Um danach ein passendes Bitcoin-Angebot zu finden, muss sich der Käufer auf den "Marktplatz" begeben, an dem sich zahlreiche private Verkäufer mit unterschiedlichen Preisvorstellungen tummeln. Die jeweilige Vertrauenswürdigkeit lässt sich über das sogenannte "Trust Level" feststellen, das sich aus den Bewertungen derjenigen Marktteilnehmer ergibt, die mit dem Anbieter schon zuvor gehandelt haben. Es müssen keine ganzen Bitcoins gekauft werden. Viele Verkäufer bieten Bruchteile eines Bitcoin an, wodurch sich auch Käufer mit kleinerem Budget die Kryptowährung leisten können.

Der Handel mit Bitcoin Cash ist derzeit bei Bitcoin.de noch nicht möglich – einem Sprecher zufolge soll das aber bald der Fall sein. Die Gutschriften seien zudem schon erfolgt: Für jeden gespeicherten Bitcoin gibt es nach der Aufspaltung noch einen Bitcoin Cash dazu.

Als Bezahlung akzeptieren

Wer zum Beispiel Inhaber eines Unternehmens ist, der kann die Kryptowährung als Zahlungsmittel akzeptieren. Statt der Bankverbindung muss der Kunde für eine Überweisung den QR-Code des Verkäufers kennen – das aus vielen anderen Anwendungen bekannte quadratische Muster aus Punkten und Strichen.

Zudem brauchen beide Seiten wie bei anderen Bitcoin-Transaktionen auch eine sogenannte "Wallet", was nichts anderes als eine digitale Geldbörse ist. Dazu lädt man sich entweder eine entsprechende, meist kostenlose Software auf seinen PC oder man nutzt die Webversion der jeweiligen Bitcoin-Börse. Es gibt auch zahlreiche Apps, mit denen man sich sein Wallet aufs Smartphone holen kann – wenn aber das Handy geklaut wird und es keine Absicherung gibt, sind die Bitcoins weg.

Sicherer sind sogenannte Hardware-Wallets, zum Beispiel in Form eines speziellen USB-Sticks. Da die Codes hier offline ("Cold Storage") gespeichert werden, ist auch das Risiko eines Hackerangriffs minimiert.

Glücksspiel

Nicht unbedingt empfehlenswert, aber möglich ist es, Bitcoins in Online-Casinos zu gewinnen. Das ist legal, weil die Kryptowährung in den meisten Ländern ohnehin (noch) nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkannt ist.

Cashback

Eine günstigere - und weniger risikoreiche – Variante, sich nebenbei ein paar Bitcoins zu verdienen, ist die Teilnahme an einem sogenannten Cashback-Programm. Hier bekommt man in der Regel für seinen Einkauf Gutschriften oder Sachprämien. Neben bekannten Anbietern wie "Payback" oder "Deutschland Card" gibt es auch solche, die reinweg aufs Online-Shopping abzielen. Zu ihnen gehört shoop.de, ein Berliner Unternehmen, das als bisher einziger deutscher Geld-Zurück-Anbieter auch die Auszahlung in Bitcoins anbietet.

Arbeitslohn

Wer digitales Geld mit richtiger Arbeit verdienen will, kann sich bei speziellen Bitcoin-Jobbörsen wie "XBTFreelancer" anmelden. Es existieren mittlerweile eine Reihe solcher Online-Portale, auf denen Dienstleistungen gegen die Kryptowährung getauscht werden. Einige wenige Unternehmen haben den Schritt gewagt, ihren Mitarbeitern einen Teil ihres regulären Lohns in Bitcoins auszuzahlen. In Deutschland stach das Onlinemagazin "t3n" vor einem Jahr mit diesem Versuch hervor. Das Experiment musste allerdings abgebrochen werden, da der einzige auf Bitcoins spezialisierte Zahlungsabwickler seinen Dienst einstellte.

Achtung, Falle

Egal, für welchen Weg man sich entscheidet: Einmal bestätigt, lässt sich eine Bitcoin-Transaktion nicht mehr rückgängig machen. Bei der Zahlungsanweisung sollte man daher immer genau prüfen, ob die jeweilige Empfängeradresse korrekt ist.

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