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Wirtschaft  

Nordkorea-Krise: Sicherheitsexperte zieht Parallelen zum Iran

09.08.2017, 16:37 Uhr | dpa-AFX

TEL AVIV (dpa-AFX) - Ein israelischer Sicherheitsexperte zieht Parallelen zwischen der Nordkorea-Krise und dem iranischen Atomprogramm: Welche Probleme die USA derzeit mit Nordkorea hätten und wie sie damit umgingen, könne ein Hinweis darauf sein, wie sie später auf den Iran reagieren würden, schrieb Avner Golov, Forscher am Institut für Nationale Sicherheitsstudien (INSS) in Tel Aviv, am Mittwoch in der Zeitung "Haaretz". "Die Kampagne gegen Nordkorea ist nicht nur eine wichtige Lernmöglichkeit, um eine iranische Atombombe zu verhindern, sondern könnte auch Amerikas Position gegen den Iran bestimmen, wenn die Zwänge durch das Atomabkommen nachlassen."

Das Abkommen aus dem Jahr 2015 zwischen den UN-Vetomächten, der EU sowie Deutschland mit dem Iran soll sicherstellen, dass die Islamische Republik ihre Atom-Technologie nur zu zivilen Zwecken einsetzt. Im Gegenzug hob der Westen seine Wirtschaftssanktionen auf. Der Iran und Israel sind Erzfeinde.

Derzeit sei die beherrschende Strategie gegen Nordkoreas und Irans Atombemühungen, die Staaten davon zu überzeugen, dass ihre Atomprogramme ihr Überleben gefährden, schrieb Golov. "Diese Kampagne gegen Nordkorea aufzugeben, würde signalisieren, dass Atomwaffen kein Risiko für das Regime darstellen, sondern Absicherungen gegen Bedrohungen von außen bieten."

Die USA wären etwa bereit gewesen, den früheren irakischen Diktator Saddam Hussein anzugreifen, bevor er Atomwaffen entwickeln konnte. Republikanische wie demokratische Präsidenten hätten klar gesagt, sie würden eine Atombedrohung durch Nordkorea verhindern, schrieb Golov. Sollte Washington Nordkorea trotz dieser Aussagen nicht angreifen, wäre die unterschwellige Botschaft an den Iran klar: Um das irakische (...) Schicksal zu vermeiden, sollte Teheran dafür sorgen, dass es Atomwaffen hat.

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