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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Nordkorea-Krise zieht Dax nach unten

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Schluss: Nordkorea-Krise zieht Dax nach unten

09.08.2017, 18:10 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zuspitzung des Konflikts zwischen Nordkorea und den USA hat die Anleger zur Wochenmitte verunsichert. Für den Dax erwies sich dabei allerdings der Bereich um die 12 100 Punkte abermals als Unterstützung. Hier drehte der deutsche Leitindex wieder nach oben und dämmte seine Verluste ein. Am Ende fiel er um 1,12 Prozent auf 12 154,00 Punkte. Der Index pendelt nun schon seit Mitte Juli zwischen rund 12 100 und etwa 12 300 Zählern.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax büßte am Mittwoch 1,07 Prozent auf 24 883,86 Punkte ein und der Technologiewerte-Index TecDax verlor 1,15 Prozent auf 2258,21 Punkte.

KURSE EUROPAWEIT UNTER DRUCK

Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,34 Prozent auf 3468,45 Punkte nach unten. Der französische CAC-40 gab ähnlich deutlich nach, während sich der britische FTSE 100 mit einem kleineren Minus ein wenig besser hielt.

Nach Berichten über große Fortschritte Nordkoreas bei seinem Atom- und Raketenprogramm hatte US-Präsident Donald Trump dem Land indirekt militärische Gewalt angedroht. Nordkorea seinerseits drohte mit einem Raketenangriff auf die amerikanische Pazifikinsel Guam. Die Spannungen hätten die Investoren ein wenig aus der zuletzt eingekehrten Ruhe gerissen, erklärte Analyst Mike van Dulken vom Broker Accendo Markets. Gefragt waren daher vor allem als sichere Häfen geltende Anlagen wie Gold.

VERSORGER WEITERHIN UNTER DEN FAVORITEN

Zu den wenigen gefragten Einzelwerten gehörten die Papiere von Versorgern. Beim Energiekonzern Eon setzen die Anleger weiterhin auf steigende Ausschüttungen. Die Papiere knüpften an der Dax-Spitze mit einem Plus von 3,68 Prozent an ihren jüngsten Aufwärtstrend an. Für RWE -Aktien ging es im Schlepptau um 0,77 Prozent nach oben. Zudem gelten Versorger in unsichereren Börsenzeiten als eher stabile Werte.

Die Anteilscheine von Continental profitierten mit einem Plus von rund einem halben Prozent von einer Empfehlung der Deutschen Bank. Die Geschäftsperspektiven des Autozulieferers und Reifenproduzenten hätten sich aufgehellt, schrieben die Analysten. Im Kleinwerteindex SDax schnellte die Papiere von Patrizia Immobilien um 10,59 Prozent nach oben. Das Immobilien-Investmenthaus hatte einen Aktienrückkauf avisiert.

BANKENSEKTOR SEHR SCHWACH

Bankenwerte verloren in dem schwachen Gesamtmarkt überdurchschnittlich. Im Dax sackten die Anteile der Commerzbank und der Deutschen Bank als größte Verlierer um 4,14 Prozent beziehungsweise 3,78 Prozent ab. Beim Rückversicherer Munich Re monierten Börsianer nach der Vorlage von Quartalszahlen die Prognose. Der trotz der guten Entwicklung unveränderte Jahresausblick signalisiert laut dem Analysten Ivan Bokhmat von der britischen Barclays Bank Gegenwind. Die Aktien fielen um rund 2,47 Prozent.

Ähnliches Bild im MDax: Hier verloren die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag nach einem laut Händlern enttäuschenden Unternehmensausblick 6,73 Prozent.

SORGEN UM WACHSTUMSKURS BELASTEN CARL ZEISS MEDITEC

Die Anteile von Carl Zeiss Meditec rutschten im TecDax um 5,76 Prozent ab. Sie litten unter der Befürchtung, dass dem Medizintechnikhersteller ein richtungweisender Zukauf durch die Lappen gehen könnte.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 141,29 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,45 Prozent auf 163,91 Punkte.

Der Euro kostete nach seinem kräftigen Vortagesrutsch auf deutlich unter 1,18 US-Dollar zuletzt 1,1741 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1731 (Dienstag: 1,1814) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8524 (0,8465) Euro gekostet./mis/he

--- Von Michael Schilling, dpa-AFX ---

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