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Wirtschaft  

Analyse: Viele Haushalte mussten mehr heizen

19.08.2017, 13:30 Uhr | dpa-AFX

ESCHBORN (dpa-AFX) - Wegen der kühlen Witterung in den Wintermonaten des Jahres 2016 mussten viele Haushalte in Mehrfamilienhäusern laut einer Analyse mehr heizen als im Jahr zuvor. Der Wärmeverbrauch lag nach einer Berechnung des Unternehmens Techem im Durchschnitt bei Erdgas-Heizungen bei 125 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr (kWh/qm), bei Ölheizungen waren es 126 kWh/qm und bei Fernwärme bei 102 kWh/qm. Damit sei der Verbrauch bei Heizöl um sieben Prozent gestiegen, bei Erdgas um fünf Prozent und bei Fernwärme um etwas mehr als sechs Prozent.

"Es gibt klaren Handlungsbedarf, die Energieeffizienz in Wohngebieten weiter zu verbessern, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen", sagte Techem-Chef Frank Hyldmar. Das Unternehmen verdient als Dienstleister für Energiemanagement sein Geld und schickt zum Beispiel Ableser bundesweit in 5,6 Millionen Wohnungen. Für die Analyse hatte Techem Daten von 110 000 Wohnungen in 142 Städten ausgewertet.

Der Bedarf an Heizenergie ist in den Städten sehr unterschiedlich, was sowohl mit dem Regionalklima als auch mit dem Zustand der Gebäude zusammenhängen kann. In dem Vergleich des Unternehmens benötigten Bewohner von Bottrop mit 111,64 kWh/qm die wenigste Energie, gefolgt von Schweinfurt (111,79 kWh/qm), Gladbeck (112,73 kWh/qm), Eberswalde (112,79 kWh/qm) und Hattingen (113,25 kWh/qm). Damit lagen gleich drei der Top-5-Städte in Nordrhein-Westfalen, ebenso viele weitere auf den folgenden Plätzen.

Die Städte mit dem höchsten Verbrauch an Heizenergie sind dagegen oft im Norden zu finden. Spitzenreiter ist mit Salzgitter (177,21 kWh/qm) eine küstenferne Stadt, dann folgen die schleswig-holsteinischen Orte Itzehoe (169,89 kWh/qm) und Rendsburg (165,81 kWh/qm). Auf Platz vier liegt Heidenheim (164,74 kWh/qm), bevor mit Schleswig (162,68 kWh/qm) wieder eine Stadt aus Schleswig-Holstein folgt, ebenso einige weitere auf den folgenden Plätzen.

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