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Wirtschaft  

Vorwürfe gegen Bahn nach Tunneleinbruch

23.08.2017, 18:00 Uhr | dpa-AFX

RASTATT (dpa-AFX) - Nach dem Einbruch eines Tunnels im baden-württembergischen Rastatt steht die Deutsche Bahn in der Kritik. Eberhard Hohnecker, Professor für Eisenbahnwesen am Karlsruher Institut für Technologie, vermutete im Gespräch mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" (Donnerstag), dass aus Kostengründen auf notwendige massive Stahlträger beim Tunnelbau verzichtet worden sei. Der Grünen-Bahnexperte Matthias Gastel fürchtet wegen der langen Sperrung der Rheintalbahn einen dauerhaften Schaden für den Bahnverkehr. Fahrgäste weichen auf Alternativen wie Fernbusse oder Mitfahrgelegenheiten aus.

Die Strecke, auf der täglich bis zu 200 Güterzüge sowie Fern- und Nahverkehr fahren, soll erst am 7. Oktober wieder eröffnet werden. Am 12. August waren Wasser und Erdreich in eine der beiden Tunnelröhren eingedrungen, die beiden Schienenstränge darüber sackten ab. Die Strecke wurde sofort gesperrt.

Die Bahn teilte am Mittwoch mit, dass die Verfüllung des Tunnels mit 10 500 Kubikmetern Beton bis Freitag abgeschlossen sein soll. Danach werde oberflächlich Schotter abgetragen und eine rund 120 Meter lange und einen Meter dicke Platte betoniert, die rund drei Wochen aushärten müsse. Danach könnten neue Gleise, Schwellen und Schotter eingebaut werden.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) forderte, die künftige Bundesregierung müsse schnellstmöglich ein Konzept zur Sanierung, Modernisierung und Ausweitung des Schienennetzes in Deutschland vorlegen. Auch Hermann will von der Bahn wissen, ob sie angesichts der Bedeutung der Strecke nicht ein zu hohes Risiko eingegangen sei.

Grünen-Bahnexperte Gastel kritisierte, dass es zu wenige Ausweichmöglichkeiten gebe und sich der Bahnverkehr dadurch bei Störungen als zu unzuverlässig erweise. Vorschläge wie den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn und der Bodenseegürtelbahn gebe es genug. Sie würden aber von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) blockiert, sagte Gastel.

Die Fahrgäste suchen sich offenbar Alternativen. Der Fernbusanbieter Flixbus hat seit Anfang der Streckensperrung im Vergleich zum Vormonat ein Plus von rund 20 Prozent an Fahrgästen verzeichnet. Derzeit seien aber keine zusätzlichen Busse nötig, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Die Preise habe man nicht erhöht.

Auch private Mitfahrgelegenheiten werden nun häufiger genutzt. Im Vergleich zur Woche vor dem Tunneleinbruch hat die französische Mitfahrzentrale Blablacar teils deutliche Zuwächse bei Angebot und Nachfrage registriert. Zwischen dem 12. und 18. August gab es beispielsweise auf der Strecke Basel-Mannheim eine doppelt so hohe Auslastung der angebotenen Mitfahrgelegenheiten, wie eine Sprecherin mitteilte.

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