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Fünf Jahre Haft: Samsung-Erbe geht in Berufung

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Urteil fünf Jahre Gefängnis  

Samsung-Erbe geht in Berufung

28.08.2017, 15:35 Uhr | Reuters

Fünf Jahre Haft: Samsung-Erbe geht in Berufung. Lee Jae Yong (Quelle: dpa)

Lee Jae Yong (Quelle: dpa)

Nach der Schmiergeld Affäre von Samsung-Chef Jay Y. Lee lautet das Urteil fünf jahre Haft. Dieser aber geht jetzt in Berufung und bestreitet jegliche Schuld.

Der zu fünf Jahren Haft verurteilte Chef der südkoreanischen Samsung-Gruppe und Vice Chairman von SamsungElectronics, Jay Y. Lee, hat Berufung gegen das Urteil eingelegt. Das teilte das zuständige Bezirksgericht von Seoul am Montag auf seiner Internetseite mit, ohne Details zu nennen. Nach koreanischem Recht kann ein Angeklagter vier Monate in Haft bleiben, während der Antrag geprüft wird. Das Berufungsgericht dürfte daher bis Januar 2018 ein Urteil fällen.

Lee wurde wegen Korruption zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt. Nach Ansicht des Gerichts hat der Enkel des Firmengründers versucht, sich mit Schmiergeldzahlungen die politische Unterstützung der früheren Präsidentin Park Geun Hye zu sichern. Lee bestritt vor Gericht jegliches Fehlverhalten. Das Urteil könnte die Rolle der großen Unternehmer-Dynastien in Südkoreas Gesellschaft neu bestimmen.

Staatsanwaltschaft forderte zwölf Jahre

Das Gericht stellte fest, dass Lee Schmiergeld in Millionenhöhe gezahlt habe, um die Zustimmung der Regierung zu einer wichtigen Fusion innerhalb der Samsung-Gruppe zu bekommen. Damit sollte die Kontrolle der Familie über den Mischkonzern gesichert werden. Außerdem wurde Lee wegen Veruntreuung, Meineids und wegen Versteckens von Vermögen im Ausland verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte zwölf Jahre Haft gefordert.

An der Börse mussten Samsung-Aktien am Montag die Folgen des Urteils verdauen. Zudem warnten die Ratingagenturen Fitch und S&P, dass bei einem länger dauernden Führungsvakuum strategische Entscheidungen auf die lange Bank geschoben werden könnten und damit das Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit verliere. Aktien von Samsung Electronics schlossen zwei Prozent niedriger. Der Leitindex Kospi gab 0,35 Prozent nach. Die Anteile der de facto Samsung-HoldingSamsung C&T fielen um 3,4 Prozent. Samsung Life Insurance gaben 2,9 Prozent nach. Zu Samsung gehören neben dem Kernunternehmen Samsung Electronics unter anderem auch Versicherer, Werften, Bauunternehmen, eine Modefirma und Hotels.

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