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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Lockere EZB treibt Dax auf Fünfwochenhoch

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Aktien Frankfurt Schluss: Lockere EZB treibt Dax auf Fünfwochenhoch

07.09.2017, 18:09 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist am Donnerstag auf das Gefallen von Investoren gestoßen. Der Dax stieg um 0,67 Prozent auf 12 296,63 Punkte. Das war der höchste Schlusskurs des Dax seit fünf Wochen. EZB-Präsident Mario Draghi betonte, das Anleihekaufprogramm werde weiterlaufen, bis die Inflation substanziell steigt. Diese ist aus Sicht der EZB noch immer zu niedrig. Einen zügigen Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik wird es also wohl nicht geben.

Noch höhere Kursgewinne am deutschen Aktienmarkt verhinderte der feste Euro. Dieser stieg im Verlauf der EZB-Pressekonferenz in der Spitze bis auf 1,2059 US-Dollar. Der Chefvolkswirt Uwe Burkert von der Landesbank Baden-Württemberg wies darauf hin, dass die von vielen erwartete "Verbalintervention" Draghis gegen den stark gestiegenen Euro ausgeblieben sei. Draghi hatte den Euro lediglich eine "Quelle der Unsicherheit" genannt, der eine Überwachung erfordere.

Die EZB-Volkswirte hoben zudem die Wachstumsprognosen für die Eurozone in diesem Jahr nochmals deutlich an. "Die Tonlage bezüglich des Wirtschaftsumfelds klingt (...) insgesamt nochmals etwas optimistischer als zuletzt", merkte Burkert an. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen legte 0,47 Prozent auf 24 811,03 Punkte zu. Der TecDax kletterte um 0,98 Prozent auf 2336,73 Zähler und markierte den höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren.

SPEKULATION UM INNOGY TREIBT VERSORGER HOCH

Spekulationen um eine Übernahme der RWE-Ökostromtochter Innogy durch den spanischen Versorger Iberdrola sorgten für kräftige Kursgewinne in der Branche. Zwar dementierten die Spanier einen Bericht der heimischen Tageszeitung "Expansion", dem zufolge Iberdrola die Fühler nach Innogy ausstrecken könnte. Dennoch stiegen Innogy um 1,94 Prozent und RWE sogar um 3,81 Prozent.

Auch die Aktien von Eon verteuerten sich um knapp 2 Prozent. In ihrem Kielwasser stiegen die Papiere des von Eon abgespaltenen, konventionellen Stromproduzenten Uniper um 2,67 Prozent auf den höchsten Stand ihrer einjährigen Börsengeschichte.

ANALYST BEZWEIFELT ÜBERNAHME VON INNOGY

Andrew Fisher von der Investmentbank Berenberg zeigte sich mit Blick auf eine Übernahme von Innogy jedoch skeptisch. Denn nach einem Verkauf von Innogy oder auch nur von Teilen ihrer Tochter werde RWE "Probleme haben, die wegfallenden Dividendenzuflüsse von Innogy zu ersetzen". Diese aber benötige RWE für den Rückbau der Atomkraftwerke.

Klarer Favorit im TecDax waren die Anteilsscheine von Aixtron mit einem Kursprung von mehr als elf Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang 2015. Die Geschäftsaussichten des Anlagenbauers für die Halbleiterindustrie seien weitaus besser als der Markt erwarte, schrieb Analyst Uwe Schupp von der Deutschen Bank und räumte dem Papier Aufwärtspotenzial von fast 40 Prozent ein.

EURO ZEIGT NACH EZB-SITZUNG STÄRKE

Nordex-Aktien fielen dagegen um gut 4 Prozent, belastet von negativen Kommentaren von Warburg Research und Alphavalue. Zwischenzeitlich rutschten die Papiere des Herstellers von Windkraftanlagen sogar auf den niedrigsten Kurs seit drei Jahren. Papiere des Biotech-Unternehmens Morphosys verteuerten sich um 3,7 Prozent, angetrieben von Kaufempfehlungen der Investmentbank Oddo BHF und des Analysehauses Independent Research.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,13 Prozent am Vortag auf 0,15 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,12 Prozent auf 141,82 Punkte. Der Bund Future legte um 0,10 Prozent auf 165,36 Punkte zu. Der Euro notierte am Abend höher bei 1,2023 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1931 (Dienstag: 1,1890) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8382 (0,8410) Euro gekostet./bek/jha/

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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