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Wirtschaft: Rückversicherer gefragt - 'Irma' nährt Hoffnung auf Preiswende

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Wirtschaft  

Rückversicherer gefragt - 'Irma' nährt Hoffnung auf Preiswende

11.09.2017, 11:34 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der deutschen Rückversicherer standen am Montag bei Anlegern hoch im Kurs. Grund war ausgerechnet der Tropensturm "Irma", der in Florida voraussichtlich immense Schäden angerichtet hat. Paradoxerweise könnte Irma zum Glücksfall für die Branche werden: Auf ihrem Branchentreffen in Monte Carlo zeichnete sich ab, dass die Rückversicherer nun auf ein Ende des seit Jahren heftig wütenden Preiskampfes hoffen. Positiv wirkte sich laut Marktbeobachter Milan Cutkovic von Axitrader zudem aus, dass der Sturm trotz voraussichtlich hoher Schäden die schlimmsten Erwartungen nicht erfüllt hat und sich inzwischen abschwächt.

Aktien der Munich Re setzten sich am Montagmorgen mit einem deutlichen Vorsprung von mehr als 4 Prozent auf 176,75 Euro an der Spitze des Dax von der Riege der übrigen Index-Mitglieder ab. Damit machten die Papiere ihre Verluste der vergangenen zwei Börsenwochen wieder wett. Auch die Anteilsscheine der Hannover Rück konnten nach einer mehrtägigen Serie von Kursabschlägen wieder deutlich aufholen und verteuerten sich um knapp 5 Prozent auf zuletzt 101,35 Euro.

"Irma", der schwerste jemals in der Region registrierte Sturm, hatte den US-Staat Florida mit voller Wucht erfasst. Das Ausmaß der Schäden ist bislang noch unklar, zuletzt schwächte sich der Sturm über dem Festland aber ab. Das nationale Hurrikanzentrum stufte ihn auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie eins zurück. Im Laufe des Tages soll "Irma" vom Hurrikan zum Tropensturm werden. 6,5 Millionen Menschen waren aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.

Die Rückversicherer gaben am Montag zu Irma noch keine konkreten Kostenschätzungen ab. Experten gehen aber von deutlich höheren Kosten aus als noch beim "Harvey". Analyst James Oram von der Citigroup schätzte, dass die von "Irma" verursachten versicherten Schäden mehr als 50 Milliarden Dollar betragen dürften. Experte Guilhelm Horvath von der französischen Investmentbank Exane BNP Pariba rechnet gar im schlimmsten Fall mit 90 Milliarden Dollar versicherter Schäden. Damit wäre Irma für die Rückversicherer ein Ereignis, das seiner Ansicht nach nur einmal in hundert Jahren vorkomme.

Beim Branchentreffen in Monte Carlo ging es aber nicht nur um die Kosten der Verwüstungen. Die Rückversicherer zogen ein überraschend positives Resümee: Munich-Re-Vorstand Torsten Jeworrek rechnet nach Aussagen vom Wochenende damit, dass nach "Irma" die Nachfrage nach Ersatz-Versicherungsdeckungen steigt und die Preise für Rückversicherungsschutz in den betroffenen Gebieten deutlich anziehen. Ähnlich äußerte sich am Montag der Schweizer Konkurrent Swiss Re. Die Schweizer rechnen damit, dass sich die Preise vor allem bei der Absicherung von Gebäuden und Autos zumindest stabilisieren.

Positive Nachrichten hatte auch Hannover Rück in petto: Der Rückversicherer hielt trotz der immensen Zerstörungen durch die Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" an seinen Gewinnplänen fest und stellt weiterhin einen Überschuss von mehr als einer Milliarde Euro in Aussicht.

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