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Wirtschaft - Aktien Europa: Hurrikan-Abschwächung und Nordkoreas Ruhe machen Anleger mutiger

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Wirtschaft  

Aktien Europa: Hurrikan-Abschwächung und Nordkoreas Ruhe machen Anleger mutiger

11.09.2017, 11:46 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben am Montag mit einer kleinen Erleichterungsrally auf den deutlich abgeschwächten Hurrikan "Irma" reagiert. Stützend wirkte auch, dass Nordkorea an seinem Nationalfeiertag keine weiteren Raketen testete. Dies wurde als Entspannung im schwelenden Konflikt gewertet. Positiv kam auch der wieder etwas schwächere Euro an, da er die Aussichten für die Exporteure der Eurozone verbessert.

Der EuroStoxx 50 stieg gegen Mittag um 1,24 Prozent auf 3490,52 Punkte, nachdem der Leitindex der Eurozone am Freitag und in der gesamten Vorwoche fast unverändert geschlossen hatte. Der französische CAC-40 -Index gewann zu Wochenbeginn 1,25 Prozent auf 5177,63 Zähler. Der britische FTSE 100 rückte zugleich um 0,73 Prozent auf 7431,52 Punkte vor.

"Der Risikoappetit ist zurückgekehrt", kommentierte Analyst Michael van Dulken von Accendo Markets die neuen Engagements am Aktienmarkt und verwies auf die zugleich sinkende Nachfrage nach "sicheren Häfen" wie Gold, Silber, Staatsanleihen oder bestimmten Devisen wie etwa den Yen oder den Schweizer Franken. Neben ausgebliebenen weiteren Provokationen durch Nordkorea habe auch der Hurrikan "Irma" daran Anteil, schrieb er.

"Irma" wurde während ihres Zuges über Florida vom nationalen Hurrikanzentrum auf die niedrigste Hurrikan-Kategorie eins zurückgestuft. Das sorgte vor allem in der Versichererbranche für Erleichterung: Der Stoxx 600 Insurance war mit plus 2 Prozent der stärkste unter den 19 Sub-Indizes des europabreiten Stoxx 600 Europe-Index. Unter den Einzelwerten legten, abesehen von den deutschen Rückversicherern Hannover Rück und Munich Re , auch die Swiss Re um etwas mehr als 4 Prozent zu. Generali stiegen um rund 2 Prozent.

Im Blick standen zudem auch Pharmawerte: In der Schweiz büßten die Anteile von Roche als Schlusslicht im SMI etwas mehr als 1 Prozent ein. Der Pharmakonzern erlitt, wie er am Freitag nach Börsenschluss mitgeteilt hatte, mit seinem Mittel Lampalizumab zur Behandlung des Augenleidens Geografische Atrophie (GA) einen Rückschlag. Das Mittel erreichte den primären Endpunkt in der Phase-III-Studie "Spectri" nicht. Nun hagelte es zudem negative Analystenkommentare. Zahlreiche Experten senkten ihre Kursziele.

Astrazeneca gewannen hingegen in London etwas mehr als 2 Prozent und profitieren dagegen von Präsentationen während des diesjährigen Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie. Die Mittel Tagrisso und Imfinzi stellten einen Wendepunkt für den Pharmakonzern dar, kommentierte etwa Analyst Richard Parkes von der Deutschen Bank und sprach von "beeindruckenden Daten".

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