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Wirtschaft: Rückwärtsgang bei Daimler - Sorgen um Profitabilität

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Wirtschaft  

Rückwärtsgang bei Daimler - Sorgen um Profitabilität

11.09.2017, 18:28 Uhr | dpa-AFX

(Neu: Schlusskurse)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Sorgen um die Profitabilität bei Daimler haben den Aktien des Autokonzerns zum Wochenauftakt entgegen dem positiven Börsentrend zugesetzt. Zwischenzeitlich sackten sie um mehr als 2 Prozent ab, erholten sich aber im späten Handel merklich und endeten als Schlusslicht im sehr festen Dax , mit einem Minus von 0,28 Prozent bei 64,65 Euro. Aber auch andere der zuletzt wieder erstarkten Automobilwerte hielten kurz vor Beginn der weltweit wichtigsten Branchenmesse IAA nicht mit dem Aktienmarkt Schritt.

Die Marge im Kerngeschäft könnte von höheren Investitionen für autonomes Fahren und Elektroautos belastet werden, warnte Spartenfinanzchef Frank Lindenberg auf einer Investorenveranstaltung. Statt der bislang avisierten Umsatzrendite von 10 Prozent bei Mercedes-Pkw könne sich die operative Gewinnmarge in einer Übergangsphase in einem Korridor von 8 bis 10 Prozent bewegen.

ANALYST: VORSTANDSAUSSAGEN KEINE ENTTÄUSCHUNG

Ein Analyst zeigte sich von dem vorsichtigeren Ausblick jedoch keineswegs enttäuscht. Ohnehin habe im Markt niemand ernsthaft eine Marge von 10 Prozent angenommen, aber Daimler werde alle Register ziehen, um möglichst nah heranzukommen, sagte er. Insofern änderten die Aussagen nichts an seinen Geschäftsprognosen für die Jahre 2017 bis 2019 sowie an seiner positiven Einschätzung der Daimler-Aktie.

Auch Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank relativierte die Vorstandsaussagen: "Es hat sich bereits seit einigen Quartalen abgezeichnet, dass das Geschäft in Europa und in dem wichtigen Absatzmarkt Deutschland schwach ist. Umso mehr haben einige Investoren auf eine baldige Trendumkehr gesetzt und wurden nun erneut enttäuscht".

HÄNDLER: GEWINNMITNAHMEN

Händler erklärten den aktuellen Kursverfall aber auch mit Gewinnmitnahmen, nachdem sich die Papiere vom jüngsten Tief Ende Juli in der Spitze um rund 11 Prozent erholt hatten. Kurstreiber waren nicht zuletzt Spekulationen um eine Abspaltung von Randaktivitäten, um eine steigende Bewertung des Konzerns am Aktienmarkt zu erreichen.

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