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Wirtschaft  

Toshiba kommt Verkauf der Chipsparte an Bain näher

13.09.2017, 09:00 Uhr | dpa-AFX

TOKIO (dpa-AFX) - Das monatelange Tauziehen um den Verkauf der Chipsparte des angeschlagenen japanischen Technologiekonzerns Toshiba steht kurz vor dem Ende. Toshiba habe eine Absichtserklärung mit einem von Finanzinvestor Bain Capital geführten Konsortium über eine Veräußerung unterzeichnet, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Eine abschließende Vereinbarung soll bis Ende des Monats erreicht werden.

Bereits vor drei Monaten war das Bain-Konsortium als bevorzugter Bieter ausgewählt worden. Der Verkaufsprozess wurde jedoch durch Klagen, Widerstände in der japanischen Regierung sowie durch die zögerliche Haltung Toshibas immer wieder verschoben. Der japanische Konzern muss den Verkauf bis März abschließen, um ein milliardenschweres Loch in der Bilanz zu stopfen und ein drohendes Delisting der Toshiba-Aktie von der Tokioter Börse abzuwenden.

In trockenen Tüchern ist der Verkauf jedoch immer noch nicht. Die jetzige Absichtserklärung sei nicht bindend und schließe die Verhandlungen mit anderen Bieterkonsortien nicht aus, hieß es von Toshiba. Die ursprüngliche Transaktion hat einen Wert von umgerechnet rund 19 Milliarden US-Dollar. An dem Konsortium beteiligt sind außer Bain noch die staatliche Innovation Network, die Development Bank of Japan und der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix. Hynix hat dabei signalisiert, sein Engagement begrenzen zu wollen.

Um den Verkauf abzuschließen, muss sich Toshiba noch mit seinem Joint-Venture-Partner Western Digital einigen. Dieser ist der Auffassung, Rechte in einer wie auch immer gearteten Transaktion zu haben und hat in den USA ein Schiedsverfahren angestrengt. Der US-Konzern hat dabei selbst Interesse an einer Übernahme der Chipsparte angemeldet und ist Teil eines Bieterkonsortium rund um den Finanzinvestor KKR.

Die taiwanische Foxconn hat ebenfalls umgerechnet rund 19 Milliarden Dollar geboten - diese Offerte wurde von Apple, Softbank und Sharp unterstützt. Japanische Regierungsmitglieder sind jedoch gegen einen Verkauf an dieses Konsortium wegen der engen Bindungen Foxconns zu China.

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