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Wirtschaft - Aktien Frankfurt Schluss: Vor 'Hexensabbat' werden Anleger vorsichtig

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt Schluss: Vor 'Hexensabbat' werden Anleger vorsichtig

14.09.2017, 18:17 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Einen Tag vor dem "Hexensabbat" sind die Anleger am Donnerstag in Deckung geblieben. Der Dax bewegte sich den ganzen Tag über leicht im Minus. Er schloss am Ende 0,10 Prozent niedriger bei 12 540,45 Punkten. Am Freitagmittag laufen an der Derivatebörse Eurex unter anderem Optionen auf den deutschen Leitindex aus. Der "Hexensabbat" genannte Termin kann für starke Kursausschläge sorgen - weshalb sich Investoren kurz zuvor lieber zurückhalten.

"Derzeit dürfte ein Kampf zwischen jenen Marktteilnehmern herrschen, die einen Gewinn verbuchen würden, handelte der Dax morgen um 13 Uhr entweder über oder unter der Marke von 12 500 Punkten", erklärte Börsenkenner Jens Klatt für JFD Brokers zum "Hexensabbat". Vorherzusagen, wer am Ende die Nase vorne habe, komme einem Münzwurf gleich. Seit Ende August ist der deutsche Leitindex um rund 600 Punkte gestiegen.

Auch Daten aus den USA zur Inflation und zum Arbeitsmarkt bewegten die Kurse nur kurz. Der Dow Jones Industrial schleppte sich an der Wall Street auf ein Rekordhoch, doch auch das ließ den hiesigen Markt kalt: Für den MDax der mittelgroßen Unternehmen ging es um 0,16 Prozent auf 25 283,03 Punkte aufwärts. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,42 Prozent auf 2368,74 Zähler.

MUNICH RE STELLT GEWINNZIEL IN FRAGE

Unter den Einzelwerten standen die Aktien der Munich Re - obwohl nur minimal im Plus - im Fokus. Der Rückversicherer hatte am Vorabend gewarnt, dass der Jahresgewinn wegen hoher Schäden der Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" niedriger als bislang angepeilt ausfallen könnte. Die französische Großbank Societe Generale strich daraufhin ihre Kaufempfehlung. Analyst Vikram Gandhi lobte jedoch gleichzeitig die Kapitaldecke der Münchner und sah kaum Risiken für eine Dividendenkürzung.

Die Papiere von Continental stiegen nach der angekündigten Aufspaltung des schwedischen Automobilzulieferers Autoliv um 2,1 Prozent an die Dax-Spitze. Autoliv gab die Aufspaltung des Geschäfts in passive Sicherheitstechnik (Gurt, Airbag) und aktive Sicherheitstechnik (Fahrassistenzsysteme) bekannt. Autoliv-Aktien schnellten daraufhin in Stockholm um mehr als 11 Prozent nach oben und stützten auch Continental. "Als zukunftsträchtig gilt vor allem die aktive Sicherheitstechnik, bei der Continental neben Bosch und Denso Automotive zu den drei Großen gehört", sagte ein Experte.

DEUTSCHE BÖRSE MIT DEAL FÜR KENGETER AM DAX-ENDE

Die Titel der Deutschen Börse büßten am Dax-Ende 1,7 Prozent an Wert ein. Der Börsenbetreiber will mit der Zahlung einer Strafe von 10,5 Millionen Euro ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen ihren Chef Carsten Kengeter aus der Welt schaffen. Die Vorwürfe wegen angeblichen Insiderhandels und einer angeblich unterlassenen Pflichtmitteilung erstrecken sich neben der Person Kengeters auch auf das Unternehmen.

Die Aktien von Krones stiegen um 3,7 Prozent. Der Hersteller von Getränkeabfüllanlagen habe sich auf einer Kapitalmarktveranstaltung erneut als Innovationsführer herauskristallisiert, schrieb Analyst Peter Rothenaicher von der Baader Bank. Die Krones-Papiere hatten bis Mitte des Jahres mit plus 30 Prozent zu den besten MDax-Werten gezählt, bevor die Anleger einen Gang herausgenommen hatten.

AIR BERLIN DANK ÜBERNAHMEHOFFNUNGEN

Die zuletzt arg gebeutelten Aktien von Air Berlin schnellten um rund 36 Prozent nach oben. Der frühere Rennfahrer Niki Lauda will nach eigenen Aussagen gemeinsam mit einer Allianz rund um die Fluggesellschaft Condor 100 Millionen Euro für die insolvente Fluggesellschaft bieten. Zudem berichtete das "Handelsblatt", dass auch der Manager und Investor Utz Classen zusammen mit anderen Investoren 100 Millionen Euro für Air Berlin biete. Es gibt eine Reihe weiterer Interessenten für die Airline, deren Flugbetrieb sich nach zahlreichen Ausfällen in den vergangenen Tagen am Donnerstag offenbar wieder normalisierte. Entschieden werden soll aber erst nach der Bundestagswahl.

Positive Nachrichten gab es zur deutschen Waferbranche: Wafer sind Vorprodukte für Halbleiter und andere mikrotechnologische Produkte. Der Hersteller Siltronic will seine Aktionäre künftig mit einer Dividende bedenken. Der Kurs legte um 5,5 Prozent zu.

Der Anlagenhersteller Aixtron hat einen Auftrag aus Großbritannien zur Lieferung mehrerer Fertigungsanlagen für die Waferproduktion erhalten. Aktien von Aixtron stiegen um 2,5 Prozent.

EURO NACH STARKEN AUSSCHLÄGEN KAUM BEWEGT

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,16 Prozent auf 3526,48 Punkte zu. Der CAC 40 in Paris rückte um 0,15 Prozent auf 5225,20 Punkte vor. In London dagegen verlor der Leitindex FTSE wegen des stark gestiegenen britischen Pfund 1,14 Prozent auf 7295,39 Punkte. Der Dow Jones Industrial zeigte sich zuletzt leicht im Plus.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Vortag auf 0,19 Prozent. Der Rentenindex Rex gab um 0,07 Prozent auf 141,56 Punkte nach. Der Bund-Future handelte 0,08 Prozent leichter mit 161,62 Punkten. Der Euro trat nach starken Schwankungen im Tagesverlauf zum US-Dollar am Abend mit 1,1884 auf der Stelle Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1885 (Mittwoch: 1,1979) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8414 (0,8348) Euro gekostet./ben/das

--- Von Benjmain Krieger, dpa-AFX ---

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