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Bieterfrist beendet: Das könnten die Interessenten für Air Berlin sein

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Bieterfrist offiziell beendet  

Das könnten die Interessenten für Air Berlin sein

15.09.2017, 14:17 Uhr | rtr, AFP, jmt

Bieterfrist beendet: Das könnten die Interessenten für Air Berlin sein. Die Frist für Kaufangebote für Unternehmensanteile bei Air Berlin ist zu Ende. (Quelle: dpa/ Jannis Mattar)

Die Frist für Kaufangebote für Unternehmensanteile bei Air Berlin ist zu Ende. (Quelle: Jannis Mattar/dpa)

Für die insolvente Air Berlin sind zum Ablauf der Bieterfrist mehrere Angebote eingegangen. "Der aktuelle Stand zum Ende der Frist heute 14 Uhr ist, dass wir mehrere Angebote bekommen haben, die wir jetzt sehr detailliert auswerten müssen." Das werde einige Tage dauern.

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft verhandelt seit Wochen mit der Lufthansa und weiteren möglichen Bietern über den Verkauf von Unternehmensteilen. Eine Entscheidung über die Angebote sollte ursprünglich am 21. September fallen, nun ist es der 25. September, der Tag nach der Bundestagswahl.

Kritik an Entscheidungstermin

Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Verschiebung der Entscheidung als "verantwortungslos". Vorstandsmitglied Christine Behle sagte: "Diese Vertagung geht vor allem zu Lasten der Beschäftigten, die endlich Entscheidungen über ihre Arbeitsplätze und über ihre Zukunft wollen." Die Nerven lägen bei den betroffenen Beschäftigten blank, sie seien in großer Sorge um ihre Arbeitsplätze. 

Im Vorfeld hatten mehrere potentielle Bieter Interesse an der insolventen Airline bekundet:

  • LUFTHANSA: Der deutsche Branchenprimus hat frühzeitig den Finger für große Teile Air Berlins gehoben und nun auch offiziell das Angebot bestätigt. Schon seit dem Frühjahr – und damit weit vor der Insolvenz – gibt es Gespräche mit den Berlinern. Die Lufthansa gilt auch als Favorit der Politik. Insidern zufolge hat Lufthansa ein Angebot für 70 bis 90 Maschinen abgeben. Für attraktiv hält die Lufthansa vor allem Start- und Landerechte in Berlin, Düsseldorf und Mallorca. In einem ersten Konzept hatte die Lufthansa ein Gebot über einen niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Air Berlin-Tochter Niki und weitere Flugzeuge eingereicht.
  • EASYJET: Die britische Billigfluglinie hält sich nach außen bedeckt. Easyjet schließt 2018 seine Basis in Hamburg und will sich offensichtlich auf Berlin konzentrieren. Insidern zufolge könnte Easyjet an mehreren Dutzend Flugzeugen interessiert sein.
  • CONDOR/NIKI LAUDA: Die Tochter des Reisekonzerns Thomas Cook bestätigt, man sei zusammen mit Condor bereit, eine aktive Rolle bei der Restrukturierung von Air Berlin und deren Tochter Niki zu spielen. Der Unternehmer Niki Lauda will nach eigenen Worten zusammen mit Thomas Cook und Condor "um die 100 Millionen" Euro für Teile von Air Berlin bieten. Eine Lauda-Sprecherin betonte am Freitag: "Es wird definitiv ein gemeinsames Angebot von Niki Lauda und Thomas Cook geben, die Höhe des Angebots ist noch unklar." Lauda will nach eigenen Worten an einem Konsortium mit Thomas Cook und Condor 51 Prozent der Anteile halten. 
  • HANS RUDOLF WÖHRL: Der Unternehmer bietet bis zu eine halbe Milliarde Euro für Air Berlin. Seine Firma Intro will zusammen mit Investoren oder zusammen mit anderen Fluggesellschaften die insolvente Airline übernehmen. Eine erste Rate von 50 Millionen Euro wäre am Übernahmetag fällig, weitere Tranchen von bis zu 450 Millionen Euro macht Wöhrl aber vom Ergebnis abhängig. Kritiker halten sein Angebot deshalb für eine Mogelpackung. 
  • LINK GLOBAL LOGISTICS: Die Betreiber-Gesellschaft des Flughafens Parchim in Mecklenburg Vorpommern, Link Global Logistics, erwägt laut Insidern eine Offerte für Air Berlin. Der chinesische Unternehmer Jonathan Pang würde bei einer erfolgreichen Übernahme eine Kooperation seiner Logistikfirma mit der Fluggesellschaft ausloten. Dazu könnten auch Air-Berlin-Flugzeuge nach Parchim verlegt werden. Das EU-Recht sieht allerdings vor, dass die Mehrheit des Eigentums und die Kontrolle der Airline von Europäern gehalten wird.
  • ZEITFRACHT: Das Berliner Logistikunternehmen nimmt im Datenraum die Zahlen von Air Berlin unter die Lupe. Wie ein Angebot von Zeitfracht mit seinen rund 800 Beschäftigten für die Fluggesellschaft mit 8000 Mitarbeitern aussehen könnte, verrät Geschäftsführer Wolfram Simon nicht. Er sieht vor allem Wachstumschancen in der Fracht-Sparte. Für den Passagierbereich sollen Kooperationen sondiert werden.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet derweil, dass Piloten und Manager der insolventen Fluggesellschaft einen Insolvenzgeld-Zuschlag erhalten, der in Einzelfällen mehrere tausend Euro pro Monat beträgt. Das sei üblich, erklärte der Air-Berlin-Generalbevollmächtigte Frank Kebekus. So solle verhindert werden, dass diese Mitarbeiter zu Wettbewerbern abwandern. Es handle sich um einen "siebenstelligen Betrag".

Medienbericht: Zuschlag auf das Insolvenzgeld für Mitarbeiter

Die Beschäftigten von Air Berlin bekommen seit Beginn des Insolvenzverfahrens Mitte August drei Monate lang Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Dieses ist laut "Spiegel" auf 6350 Euro brutto pro Monat gedeckelt – daher habe der Gläubigerausschuss auf seiner ersten Sitzung am 23. August beschlossen, den Betrag für die Piloten bis zu ihrem regulären Gehalt aufzustocken. In Einzelfällen könne dieses Gehalt über 10.000 Euro pro Monat ausmachen. Auch das Management bekomme das reguläre Gehalt weiter.

Der "Spiegel" zitierte aus dem Umfeld des Gläubigerausschusses, pro Monat würden so rund zehn Millionen Euro fällig. Dies gehe zu Lasten der Masse und des von der Bundesregierung gewährten Rettungskredits in Höhe von 150 Millionen Euro. Eine Gehaltsaufstockung für Besserverdiener sei demnach in einem Insolvenzfall keineswegs selbstverständlich.

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