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Wirtschaft: L'Oreal-Aktie profitiert von Spekulationen über Nestle-Anteil

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Wirtschaft  

L'Oreal-Aktie profitiert von Spekulationen über Nestle-Anteil

22.09.2017, 12:02 Uhr | dpa-AFX

PARIS/ZÜRICH (dpa-AFX) - Spekulationen über die zukünftige Aktionärsstruktur beim französischen L'Oreal-Konzern haben am Freitag die Anleger in Atem gehalten. Der Tod der L'Oreal-Milliardenerbin Liliane Bettencourt heizte die Spekulationen über den Anteil von Großaktionär Nestle erneut an. Der Schweizer Lebensmittelkonzern selbst wollte sich am Freitag zu den Spekulationen am Markt nicht äußern.

L'Oreal-Papiere verteuerten zuletzt um mehr als rund dreieinhalb Prozent auf 4 Prozent auf knapp 183 Euro - damit waren sie unangefochtener Spitzenreiter im schwächelnden EuroStoxx 50 und zurück auf dem Niveau von Ende Juni. An der Schweizer Börse stiegen Nestle-Aktien um knapp 1 Prozent.

Die Tochter von von L'Oreal-Gründer Eugene Shueller war in der Nacht zu Donnerstag gestorben. Ihre Familie hält rund ein Drittel der L'Oreal-Anteile. Nestle wiederum ist seit vielen Jahren an dem französischen Konzern beteiligt und hielt zuletzt 23 Prozent. Der Wert des Aktienpakets beläuft sich derzeit auf knapp 24 Milliarden Euro.

Damit richten sich die Blicke nun auf den zwischen Nestle und der Gründerfamilie ausgehandelten Aktionärsvertrag. Dieser sieht vor, dass sowohl der Schweizer Konzern als auch der Bettencourt-Clan ihren Anteil bis zu sechs Monate nach dem Tod von Liliane Bettencourt nicht erhöhen können. Verkaufen können beide Partien ihre Anteile hingegen jederzeit. "Viel dürfte nun von Bettencourts Erben abhängen", schrieb Martin Deboo vom Analysehaus Jefferies in einer aktuellen Studie.

So könne entweder "gar nichts" passieren und Nestle seinen Anteil unverändert lassen. Es sei aber auch ein Rückkauf der Nestle-Anteile durch L'Oreal möglich. Oder Nestle selbst könne die Macht beim Kosmetikriesen an sich reißen. Dieses sei aber ein "radikaleres Szenario" und ein "riskanter Deal "für Nestle. Deboo hält ein solches Vorgehen deshalb für unwahrscheinlich.

Auch Analystin Pinar Ergun von der Schweizer Großbank UBS glaubt nicht, dass Nestle nach L'Oreal greifen wird. Sie verwies auf Aussagen des neuen Konzernchefs Mark Schneider, der sich auf kleinere bis mittelgroße Übernahmeziele konzentrieren wolle. Zudem seien bei Nestle die Geschäftsfelder Wasser, Kaffee, Tiernahrung sowie die Selbstmedikation im Fokus. Ähnlich sehen dies auch die Experten vom Analysehaus Kepler Cheuvreux. Eine Erhöhung des Anteils würde demnach nicht zur Strategie bei Nestle passen.

Die Analysten der Zürcher Kantonalbank gaben zu bedenken, dass Nestle seine Beteiligung an L'Oreal bereits 2014 reduziert habe. Eine Aufstockung halten sie deshalb nun für unwahrscheinlich. Stattdessen dürfte der Lebensmittlkonzern in den kommenden Jahren seine Beteiligung weiter abbauen.

Brisant wird die Sache deshalb, weil der aktivistische Investor Dan Loeb, der Nestle seit Juni gehörig auf Trab hält, bereits auf einen Verkauf des L'Oreal-Aktienpakets gedrängt hat. Liberum-Experte Nico von Stackelberg verwies jedoch darauf, dass mit Tom Russo ein anderer, langfristig orientierter Nestle-Investor den L'Oreal-Anteil als großen Wertbringer seit Jahrzehnten bezeichnet habe. Nestle-Chef Schneider selbst hatte noch im Februar in einem Interview mit Bloomberg TV die L'Oreal-Beteiligung als von hohem strategischem Wert bezeichnet. Es gebe kurzfristig keine Not, dies zu ändern, so der Manager damals.

Sollte L'Oreal andersherum den Nestle-Anteil zurückkaufen wollen, könnte der Konzern hierfür seine Beteiligung am Pharmakonzern Sanofi veräußern, rechnete Analyst Pierre Tegner von Natixis vor. Die nötigen Geldmittel für eine Übernahme hätte der französische Konzern auch so: Das Unternehmen ist frei von Schulden und sitzt auf Eigenmitteln in Höhe von rund 28 Milliarden Dollar.

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