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Wirtschaft: Eurokurs fällt nach Bundestagswahl unter 1,19 US-Dollar

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Wirtschaft  

Eurokurs fällt nach Bundestagswahl unter 1,19 US-Dollar

25.09.2017, 13:12 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs ist angesichts des für die Regierungsbildung schwierigen Bundestagswahlergebnis am Montag unter die Marke von 1,19 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde gegen Mittag mit 1,1869 Dollar gehandelt. Im frühen Handel war der Euro in der Spitze noch bei 1,1937 Dollar gehandelt worden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1961 Dollar festgesetzt.

Der Ausgang der Bundestagswahl hat für eine Belastung des Euro gesorgt. Am Markt wurden als Gründe die hohen Verluste der Regierungsparteien aus Union und SPD genannt. Experten erwarten eine langwierige und schwierige Regierungsbildung. Ebenso wurde auf den Einzug der Euro-kritischen AfD in den Bundestag verwiesen.

Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte von der Commerzbank, verweist zudem auf die erwartete Jamaika-Koalition: "Mit der FDP wird in der nächsten Regierung voraussichtlich eine Partei vertreten sein, deren politisches Programm vom Markt als Euro-negativ interpretiert wird." Die FDP dürfte sich laut Leuchtmann gegen die Vorschläge von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stemmen, die in Richtung einer stärkeren fiskalischen Integration des Euroraumes gehen könnten. Wie genau die Pläne von Macron aussehen könnten und welche Rolle die FDP tatsächlich spielen werde sei jedoch noch unklar.

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Ein enttäuschend ausgefallenes Ifo-Geschäftsklima verstärkte den Abwärtsdruck beim Euro. In den deutschen Unternehmen hatte sich die Stimmung im September zum zweiten Mal in Folge eingetrübt. Bankvolkswirte hatten mit einem leichten Anstieg gerechnet. Die guten Rahmenbedingungen der deutschen Wirtschaft sind nach Einschätzung der Dekabank jedoch weiterhin intakt.

Vergleichsweise wenig Bewegung gab es am Vormittag beim japanischen Yen. In Japan bahnen sich vorgezogene Neuwahlen an. Außerdem hatte Regierungschef Shinzo Abe ein umfassendes Ausgabenprogramm angekündigt, wobei nähere Details erst zum Jahresende bekannt gegeben werden.

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