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Wirtschaft: EZB-Chef Draghi signalisiert vorsichtige Verringerung der Anleihekäufe

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Wirtschaft  

EZB-Chef Draghi signalisiert vorsichtige Verringerung der Anleihekäufe

25.09.2017, 16:32 Uhr | dpa-AFX

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hat erneut eine vorsichtige Rückführung des milliardenschweren Anleihekaufprogramms signalisiert "Auch nach einer Anpassung bleibt eine konjunkturstützende Geldpolitik notwendig", sagte Draghi am Montag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments.

Die EZB versucht derzeit mit Anleihekäufen von 60 Milliarden Euro im Monat die Inflation zu beleben. Dieses Programm läuft nach derzeitigem Stand noch mindestens bis Ende 2017. Experten rechnen nicht mit einem abrupten Ende, sondern mit einem schrittweisen Ausstieg. Draghi hatte zuletzt signalisiert, dass er auf der nächsten Ratssitzung Ende Oktober Hinweise auf das weitere Vorgehen geben will. Unsicher ist jedoch, ob die EZB auch ein Datum für das Auslaufen des Programms bekanntgeben wird.

Die EZB sei zwar zuversichtlicher geworden, dass sich die Inflation wieder dem Inflationsziel von knapp zwei Prozent annähern werde, sagte Draghi. Um dieses Ziel zu erreichen, sei jedoch weiterhin eine geldpolitische Unterstützung notwendig. Die Kerninflationsrate (ohne Energie- und Lebensmittelpreise) sei in den vergangenen Monaten nur leicht gestiegen. Die EZB müsse daher geduldig und ausdauernd sein. Es gebe immer noch eine Unterauslastung der Wirtschaft.

Zuversichtlich äußerte sich Draghi zur Konjunktur in der Eurozone. Der Aufschwung im Währungsraum sei stark. Er erfolge auf breiter Basis mit Blick auf Länder und Sektoren. Es gebe aber weiterhin Risiken für das Wachstum. Dies seien vor allem geopolitische Risiken wie der Nordkorea-Konflikt.

Ein Grund zur Verunsicherung sind laut Draghi die zuletzt schwankungsanfälligen Wechselkurse. Diese müssten beobachtet werden. Der stärkere Eurokurs sei auch eine Folge des gestiegenen Vertrauens in die Eurozone. Es gebe jedoch auch politische Gründe. Der Eurokurs hatte in den vergangenen Monaten insbesondere zum US-Dollar merklich zugelegt.

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