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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Dax scheut vor der 13000er Marke

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Dax scheut vor der 13000er Marke

06.10.2017, 11:49 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Freitag noch vor dem Sprung über die Marke von 13 000 Punkten geziert. Möglicherweise hielten Anleger vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag ihr Pulver trocken. Der Leitindex handelte zuletzt 0,06 Prozent höher auf 12 975,96 Punkte. Kurz nach Handelsbeginn war er auf ein neues Rekordhoch bei 12 992,87 Punkten geklettert.

"Der Dax hat die 13 000er Marke fest im Visier", schrieb Stratege Christian Schmidt von der Helaba. Ähnlich sah es Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar: "Der Dax bleibt stabil, obwohl Gewinnmitnahmen nach dem jüngsten Kursanstieg immer attraktiver werden", merkte der Experte an. Die jüngste Kursstärke sei ein positives Zeichen. Anleger sollten sich nicht davon beirren lassen, dass vor dem Wochenende das Risiko eines Rücksetzers wieder steigen kann.

Der MDax , in dem die Aktien von 50 mittelgroßen Konzernen vertreten sind, gab um 0,04 Prozent auf 26 096,33 Punkte leicht nach. Der Technologiewerte-Index TecDax handelte 0,04 Prozent niedriger auf 2488,30 Punkte. Für den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,26 Prozent auf 3604,15 Punkte abwärts.

Der Kurs des Euro gab zum US-Dollar nochmals leicht nach, was besonders die Exportwirtschaft der Eurozone freuen dürfte. Den wichtigsten Impuls für den Dollar dürfte am frühen Nachmittag aber der Jobbericht aus den USA liefern, der wichtig für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed ist. Allerdings dürfte Hurrikan Harvey die Arbeitsmarktstatistik durcheinander gewirbelt haben, so dass die Bewertung der Zahlen an den Finanzmärkten schwierig werden könnte.

Bei den Einzelaktien hielten sich die Kursausschläge ebenfalls in Grenzen. Aktien von ThyssenKrupp verloren 1,1 Prozent, sie lagen damit am Ende des Dax. Die Baader Bank äußerte sich eher verhalten zu Thyssenkrupp. So sei der Industriekonzern trotz der jüngsten Umbaumaßnahmen noch nicht aus dem Gröbsten heraus, schrieb Analyst Christian Obst.

Kommentare von Analysten dominierten überhaupt das Geschehen. So fielen Aktien des Staplerherstellers Jungheinrich um 1,6 Prozent, nachdem die Baader Bank die Aktien von "Halten" auf "Verkaufen" abgestuft hatte. Auch die Bank Hauck & Aufhäuser war negativ gestimmt und senkte die Aktie von "Kaufen" auf "Halten".

Papiere von Xing büßten gut 4 Prozent ein, belastet von einer Abstufung durch die Commerzbank von "Buy" auf "Hold". Das Karrierenetzwerk sei zwar ein klarer Gewinner der Digitalisierung, merkte Analystin Heike Pauls an. Die Unternehmensstärke sei aber mit Blick auf die jüngste Rally der Aktie von etwa 40 Prozent in den vergangenen sechs Monaten nun ausreichend eingepreist./bek/das

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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