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Wirtschaft - Aktien Frankfurt: Dax kaum verändert nach Rekordhoch - 13 000 Punkte unerreicht

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Wirtschaft  

Aktien Frankfurt: Dax kaum verändert nach Rekordhoch - 13 000 Punkte unerreicht

09.10.2017, 11:52 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist der Hürde von 13 000 Punkten am Montag sehr nahe gekommen. Allerdings konnte er sie weiterhin nicht überwinden, hat dafür aber zunächst ein weiteres Rekordhoch markiert. Auftrieb kam von Daten zur Industrieproduktion, nachdem das verarbeitende Gewerbe in Deutschland seine Produktion im August deutlich stärker als erwartet ausgeweitet hatte.

Der Leitindex stieg im frühen Handel dicht unter 12 997 Punkte. Seit seinem Zwischentief Ende August ging es damit um mehr als 9 Prozent nach oben. Bis zur Mittagszeit wurden die Anleger aber wieder vorsichtiger: Zuletzt trat der Dax bei 12 956,16 Punkten auf der Stelle. "Die Stimmung an den Aktienmärkten bleibt aber positiv", kommentierte Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader. Zeichen der Schwäche gebe es am deutschen Markt keine. "Der Index sollte zeitnah den wichtigen Widerstand bei 13 000 Punkten knacken. Eine Fortsetzung der Rally bis auf 13 200 Punkte dürfte dann sehr schnell folgen", ist er überzeugt.

Um 0,01 Prozent auf 2493,32 Punkte ging es zuletzt für den Technologiewerte-Index TecDax abwärts. Der MDax sank zugleich um 0,57 Prozent auf 25 832,77 Punkte. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,05 Prozent vor.

Die Neuigkeiten zu den Unabhängigkeitsbestrebungen der spanischen Region Katalonien beunruhigten die Anleger nicht allzu sehr. Allen Protesten zum Trotz hält Regionalregierungschef Carles Puigdemont an den Unabhängigkeitsplänen für Katalonien fest. Erwartet wird, dass er die Unabhängigkeit bei einer Rede am Dienstagabend im Parlament in Barcelona bekanntgeben könnte.

Unter den Einzelwerten im Dax standen die Papiere der Commerzbank im Blick. Die Aktien fielen nach frühen Gewinnen um 0,30 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach dem jüngst deutlichen Kursanstieg. Die französische Bank Credit Agricole ist im Falle eines Falles ebenfalls an der deutschen Branchenkollegin interessiert. Vorstandschef Philippe Brassac sagte dem "Handelsblatt" (Montag), er würde den Auftritt von Credit Agricole auf dem deutschen Markt gerne deutlich ausbauen und dabei auch einen Blick auf die Commerzbank werfen, sollte das Frankfurter Geldhaus tatsächlich als Übernahmeziel auf den Markt kommen. Zuvor waren bereits die italienische Unicredit und die französische BNP Paribas als mögliche Käufer ins Spiel gebracht worden.

Im MDax büßten die Aktien von K+S 4,29 Prozent ein und waren damit Schlusslicht. Der Düngerhersteller baut weiterhin auf seine Geschäftsfelder Kali und Salz und setzt sich ehrgeizige Wachstumsziele bis 2030. Diese sehen unter anderem ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 3 Milliarden Euro sowie eine Kapitalrendite von mindestens 15 Prozent vor. Analyst Jeremy Redenius vom US-Analysehaus Bernstein Research bezeichnete die neue Strategie als vernünftig, doch die kurzfristigen Unternehmensziele entsprächen bestenfalls den Markterwartungen. Ein Händler bemängelte zudem, dass die Kasseler auch im kommenden Jahr noch einen negativen Mittelzufluss erwarteten.

Airbus verloren vor dem Hintergrund des Verdachts auf Korruption und Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe 2,77 Prozent. Der Chef des europäischen Luft- und Raumfahrtkonzerns, Tom Enders, schließt laut einem der dpa vorliegenden Brief die Möglichkeit schwerwiegender Konsequenzen samt erheblicher Unternehmensstrafen nicht aus. Enders selbst steht dabei außer Verdacht. "Der Markt erwartet unserer Ansicht nach Strafen zwischen 0,5 und 1,0 Milliarde Euro, was plausibel erscheint", sagte ein Händler.

Im SDax rückten die Anteile von SAF-Holland in den Fokus, nachdem der Zulieferer für die Lkw-Industrie vorläufige Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresprognosen angepasst hatte. Das führte zunächst zu einer kräftigen Berg- und Talfahrt der Aktie, bis sich diese zuletzt mit 0,33 Prozent im Plus einpendelte. Zwar sei die nach unten korrigierte Marge für das operative Konzernergebnis eine "negative Überraschung", wie Analyst Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe sagte, "doch handelt es sich um nichts, dass sich negativ auf die Folgejahre auswirkt"./ck/jha/

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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