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Wirtschaft - Aktien Wien Schluss: Gewinne - Neue Umsatzprognose schiebt AT&S an

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Aktien Wien Schluss: Gewinne - Neue Umsatzprognose schiebt AT&S an

09.10.2017, 18:10 Uhr | dpa-AFX

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Handel am Montag mit Kursgewinnen beendet. Der ATX stieg 12,63 Punkte oder 0,38 Prozent auf 3337,04 Einheiten. Geprägt wurde das Geschäft zum Wochenstart von neuen Unternehmensprognosen. So schossen die AT&S-Aktien in Reaktion auf die Anhebung der Umsatzprognose bei dem Leiterplattenhersteller um satte 21,39 Prozent auf 15,15 Euro nach oben und an die unangefochtene Spitze im Wiener Handelssegment Prime Market. Damit markierten die Titel zudem den höchsten Stand seit Ende 2015.

Aufgrund des bisher gut gelaufenen Geschäfts in diesem Jahr hat AT&S seine Erwartungen für das Umsatzwachstum von 10-16 Prozent auf 20-25 Prozent erhöht. Die Kundennachfrage sei vor allem in den letzten drei Monaten sehr hoch gewesen, hieß es zur Begründung. Dementsprechend arbeiteten alle Werke an der Kapazitätsgrenze.

Zudem sei die neue Technologie schneller angenommen worden, im Werk im chinesischen Chongqing habe es bei IC-Substraten weitere Effizienzsteigerungen gegeben. Im vergangenen Geschäftsjahr hat AT&S aufgrund von Anlaufschwierigkeiten in Chongqing noch einen Verlust von 22,9 Millionen Euro gemacht.

Am anderen Ende der Kurstafel standen die Papiere der Semperit, die nach einer Gewinnwarnung um 4,54 Prozent auf 25,11 Euro absackten. Der Gummihersteller hat seine Erwartungen für das operative Ergebnis im zweiten Halbjahr 2017 erneut zurückgenommen. Bereits im April gab das Unternehmen eine Gewinnwarnung ab.

Heute stellte der Semperit-Vorstand fest, dass die Ergebnissituation "im zweiten Halbjahr 2017 operativ unter den Erwartungen bleiben wird". Nun nimmt das Unternehmen im Rahmen eines neu aufgelegten Restrukturierungsplans sämtliche Werke im Hinblick auf ihre Profitabilität unter die Lupe.

Bei Lenzing ging es um 3,48 Prozent auf 130,80 Euro bergauf. Das Unternehmen hat eine neue Faser aus Zellulose, also auf Basis von Holz, entwickelt. Es handle sich um eine Endlosfaser, die im Gegensatz zu Baumwolle nicht mehr versponnen werden muss, teilte Lenzing mit. Die neue Faser ist vor allem für die Luxus-Modebranche gedacht, wird als "TENCEL Luxe" vermarktet und soll am Standort Lenzing produziert werden.

An Europas Leitbörsen gab es zum Wochenstart wenig Bewegung zu sehen. Neue Daten aus Deutschland lieferten kaum Impulse. Die Anleger behalten unterdessen die Lage in Katalonien weiter genau im Auge.

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