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Aktien New York: Dow reagiert kaum auf Notenbankprotokoll

11.10.2017, 20:22 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Wall Street hat sich am Mittwoch nach einer trägen Eröffnung auch im Handelsverlauf schwerfällig präsentiert. Auf das veröffentlichte Protokoll der US-Notenbank (Fed Minutes) zur September-Sitzung reagierte die Börse nur minimal. Anleger hatten sich Hinweise auf die künftige Geldpolitik erhofft. Eine Zinserhöhung im Dezember erscheine sehr wahrscheinlich, aber schon weitgehend eingepreist, schrieb Marktexperte Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda.

Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt bei 22 848,27 Punkten und damit 0,08 Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Am Dienstag hatte der US-Leitindex - ebenso wie S&P 500 und Nasdaq 100 - seine Klettertour mit einem Rekordstand fortgesetzt. Der marktbreite S&P 500 stieg am Mittwoch um 0,06 Prozent auf 2552,24 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,08 Prozent auf 6068,65 Zähler.

Laut den Fed Minutes erwarten viele Mitglieder der US-Notenbank noch eine Zinserhöhung in diesem Jahr. Die meisten Mitglieder rechnen zudem mit steigenden Löhnen in einem stärkeren Arbeitsmarkt. Uneinigkeit herrsche jedoch über die weitere Inflationsentwicklung in den USA, hieß es.

Unter den Einzelwerten im Dow standen die Aktien von Wal-Mart mit einem Kursgewinn von 2,1 Prozent erneut an der Spitze. Bereits am Vortag hatten sie 4,5 Prozent gewonnen, nachdem der Handelskonzern angekündigt hatte, in den kommenden zwei Jahren eigene Aktien im Volumen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar zurückkaufen zu wollen.

Die Papiere von Johnson & Johnson legten um 2,0 Prozent zu. Der Pharma- und Konsumgüterkonzern hatte bei der US-Gesundheitsbehörde die Zulassung für sein Prostatakrebs-Medikament Apalutamide beantragt. Zudem hatte das Analysehaus Jefferies eine Kaufempfehlung für die J&J-Aktie ausgesprochen.

Die Groupon-Titel sackten hingegen um 3,1 Prozent ab. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte zum Verkauf der die Anteilscheine des Rabattcoupon-Anbieters geraten und rechnet mit sinkenden Gewinnschätzungen des Marktes.

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