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Wirtschaft: Eurokurs steigt nach Notenbankprotokoll - Aufatmen in Katalonien-Krise

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Wirtschaft  

Eurokurs steigt nach Notenbankprotokoll - Aufatmen in Katalonien-Krise

11.10.2017, 21:21 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Mittwoch im US-Handel mit moderaten Kursgewinnen auf das Protokoll der US-Notenbank (Fed Minutes) zur September-Sitzung reagiert. Im europäischen Geschäft hatte bereits die jüngste politische Entwicklung in der spanischen Region Katalonien die Gemeinschaftswährung gestützt. Zuletzt notierte der Euro bei 1,1864 US-Dollar und damit auf dem höchsten Stand in diesem Monat. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1830 (Dienstag: 1,1797) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8453 (0,8477) Euro gekostet.

Innerhalb der US-Notenbank Fed besteht nach wie vor Unsicherheit über die weitere Preisentwicklung in den USA. Viele Mitglieder der Notenbank hätten ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass die vergleichsweise niedrige Inflation über einen längeren Zeitraum andauern könnte, hieß es in den sogenannten Fed Minutes. Trotzdem gehen viele Fed-Mitglieder davon aus, dass eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr gerechtfertigt ist. Allerdings machten mehrere Währungshüter laut dem Protokoll deutlich, dass ihre Entscheidung für noch eine Zinserhöhung von der weiteren Konjunkturentwicklung abhängig sei.

Nachdem der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont den Abspaltungsprozess der Region von Spanien "für einige Wochen" auf Eis gelegt hatte, sprachen Marktbeobachter von Hinweisen auf eine Entschärfung des Katalonien-Konflikts. Allerdings stellte Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy der Regionalregierung Kataloniens Medienberichten zufolge zwei Ultimaten für die kommende Woche. So solle Puigdemont die Frage beantworten, ob er die Unabhängigkeit der Region erklärt habe. Zudem müsse er dann wieder die verfassungsmäßige Ordnung Spaniens respektieren, also das laufende Unabhängigkeitsverfahren faktisch abbrechen. Nur dann könne eine Entmachtung der Regionalregierung noch vermieden werden.

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