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Wirtschaft: Erzeugerpreise liefern Hinweise auf steigende US-Inflation

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Wirtschaft  

Erzeugerpreise liefern Hinweise auf steigende US-Inflation

12.10.2017, 15:11 Uhr | dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA hat sich die Preisentwicklung für Unternehmen weiter verstärkt und damit Hinweise auf eine allgemein stärkere Inflation geliefert. Im September seien die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 2,6 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. Analysten hatten dies erwartet. Im August hatte die Teuerungsrate für Unternehmen nur 2,4 Prozent betragen, nachdem sie im Juli noch deutlich niedriger bei 1,9 Prozent gelegen hatte.

Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Unternehmen für ihre Produkte erhalten, im September um 0,4 Prozent. Auch dieser Zuwachs war von Analysten erwartet worden. Ohne schwankungsanfällige Komponenten wie Energie stiegen die Erzeugerpreise im Monatsvergleich um 0,4 Prozent und legten im Jahresvergleich um 2,2 Prozent zu. Auch in dieser Abgrenzung (Kernrate) hat sich der Preisdruck damit verstärkt.

Nach Einschätzung des Experten Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist der September-Preisschub auf Erzeugerebene nicht alleine mit höheren Energiepreisen zu erklären. Wegen der Folgen eines Hurrikans für die Ölindustrie im Süden der USA kam es zeitweise zu einem starken Anstieg der Benzinpreise.

Wichtiger sei der Blick auf die Kerninflation, die sich im September ebenfalls verstärkt habe, sagte Umlauf. Nach Einschätzung des Helaba-Experten zeigen die Zahlen zur Kernrate, dass die zuletzt rückläufigen Erwartungen an weitere Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed verfrüht gewesen sein könnten.

Der Anstieg der Inflationsrate auf Erzeugerebene liefert Hinweise auf die allgemeine Preisentwicklung in den Vereinigten Staaten. Am Freitag wird die US-Regierung die am Markt stark beachteten Daten zur Entwicklung der Verbraucherpreise im September veröffentlichen. Eine zuletzt vergleichsweise schwache Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt gilt als wichtiger Grund für die zögerlichen Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed.

Am Devisenmarkt konnte der Kurs des US-Dollar nach der Veröffentlichung der Daten zur Entwicklung der Erzeugerpreise zulegen. Im Gegenzug fiel der Euro auf ein Tagestief bei 1,1841 Dollar.

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