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Wirtschaft: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.10.2017

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Wirtschaft  

KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 26.10.2017

26.10.2017, 17:16 Uhr | dpa-AFX

GESAMT-ROUNDUP/EZB halbiert Wertpapierkäufe - Experten: 'zögerlicher Schritt'

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) läutet den Einstieg in den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik ein. Die Notenbank setzt ihre milliardenschweren Wertpapierkäufe im kommenden Jahr zwar fort, verringert das Volumen aber deutlich. Von Januar 2018 an wollen die Währungshüter monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere für 30 Milliarden Euro kaufen, wie die Notenbank am Donnerstag in Frankfurt im Anschluss an eine Sitzung des EZB-Rates mitteilte. Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet - einige von ihnen halten sie für zu zaghaft.

USA: Schwebende Hausverkäufe stagnieren

WASHINGTON - In den USA sind die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im September entgegen den Erwartungen von Experten nicht gestiegen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe hätten stagniert, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Anstieg um 0,5 Prozent erwartet. Im August waren die Verkäufe noch um revidiert 2,8 Prozent gesunken (zuvor -2,6 Prozent).

ROUNDUP 2/Kreise: Jamaika bekennt sich nach heftigem Streit zu Klimazielen

BERLIN - Die Jamaika-Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen haben sich zu den deutschen und internationalen Klimazielen bekannt, den Streit über die Umsetzung aber noch nicht beilegen können. "Wir bekennen uns zu allen Klimazielen. Der Weg dahin wird noch ausführlich besprochen", erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag von Teilnehmern. Die Klima- und Energiepolitik gilt als eines der schwierigsten Themen in den Sondierungen für eine Jamaika-Koalition. Das Bekenntnis zu den Klimazielen auch von Union und FDP dürfte für die Grünen ein wichtiges Signal sein.

ROUNDUP: EU-Kommission nimmt britische Steuervorteile unter die Lupe

BRÜSSEL - Eineinhalb Jahre vor dem Brexit knöpft sich die EU-Kommission Großbritannien wegen fragwürdiger Steuervorteile für multinationale Großkonzerne vor. Die Brüsseler Behörde leitete am Donnerstag eine eingehende Prüfung ein. Es gebe Zweifel, ob eine 2013 eingeführte Steuerbefreiung für konzerninterne Finanzierungen mit dem EU-Beihilferecht vereinbar sei.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe steigen

WASHINGTON - In den USA sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche gestiegen. Sie legten um 10 000 auf 233 000 Anträge zu, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem etwas stärkeren Anstieg auf 235 000 Anträge gerechnet.

Allianz sieht Verlängerung des EZB-Kaufprogramms kritisch

MÜNCHEN - Der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise, sieht die Verlängerung der Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) kritisch. Die Halbierung des monatlichen Kaufvolumens sei zwar ein Schritt in die richtige Richtung, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Die Fortsetzung der Käufe bis September 2018 sei angesichts der guten Konjunktur und stabilen Inflationsperspektiven aber "viel zu expansiv". Die EZB sollte bindende Vorfestlegungen angesichts der großen Wirkungsverzögerungen der Geldpolitik vermeiden, sagte Heise.

EZB beginnt mit 'Ausstieg auf Raten' - Berenberg

FRANKFURT - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat mit dem Ausstieg aus ihrer lockeren Geldpolitik begonnen, allerdings "auf Raten". Dies schreibt Berenberg-Chefökonom Holger Schmieding in einem Kommentar vom Donnerstag. "Der richtige Beschluss zur richtigen Zeit." Die Konjunktur im Euroraum laufe rund, und die Kernrate der Inflation habe die Talsohle durchschritten. "Deshalb kann die EZB ihre Anleihekäufe ab Januar halbieren." Da Preisauftrieb und Kreditwachstum weiterhin verhalten seien und bisher nur in 'homöopathischen Dosen' zulegten, könne die EZB ihre Abkehr vom Krisenmodus langsam vollziehen.

Italien: Geschäftsklima so gut wie seit über zehn Jahren nicht

ROM - In Italien hat sich die Zuversicht der Unternehmen im Oktober weiter verstärkt und den besten Wert seit über zehn Jahren erreicht. Der Indikator für das Unternehmensvertrauen sei um 0,5 auf 111,0 Punkte gestiegen, teilte das Statistikamts Istat am Donnerstag mit. Dies ist der fünfte Anstieg in Folge und der höchste Indexwert seit Mai 2007.

Spanien: Arbeitslosenquote fällt auf tiefsten Stand seit 2008

MADRID - In Spanien hat sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Sommer weiter entspannt. Im dritten Quartal sei die Arbeitslosenquote auf 16,4 Prozent gesunken, nach 17,2 Prozent im zweiten Quartal, teilte die nationale Statistikbehörde am Donnerstag in Madrid mit. Damit war die Quote in den Monaten Juli bis September so niedrig wie seit dem vierten Quartal 2008 nicht mehr. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet, waren aber von einer Quote von 16,6 Prozent ausgegangen. Die Regierung in Madrid zeigt sich trotz des Katalonien-Konflikts für die weitere Entwicklung zuversichtlich.

ROUNDUP: Notenbanken von Schweden und Norwegen halten vor EZB-Beschlüssen Kurs

STOCKHOLM/OSLO - Wenige Stunden vor den geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Währungshüter der Euro-Anrainerstaaten Schweden und Norwegen die unveränderte Fortsetzung ihrer lockeren Geldpolitik beschlossen. Der Leitzins verbleibe weiterhin bei minus 0,5 Prozent, teilte die Schwedische Reichsbank am Donnerstag in Stockholm mit. "Die Geldpolitik muss expansiv bleiben, damit die Inflation weiterhin nahe zwei Prozent verbleibt", hieß es zur Begründung.

ROUNDUP/Kreise: Jamaika bekennt sich zu Klimazielen

BERLIN - Die Jamaika-Unterhändler von CDU, CSU, FDP und Grünen haben sich zu den deutschen und internationalen Klimazielen für 2020, 2030 und 2050 bekannt. Wie diese Ziele erreicht werden sollen, sei aber offen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus Teilnehmerkreisen. Demnach gilt die Einigung sowohl für die Ziele zur CO2-Reduktion, die Deutschland sich selbst gesetzt hat, also auch für die europäischen Ziele und das Klimaabkommen von Paris. Über die Instrumente werde noch "ausführlich" gesprochen, hieß es.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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