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Wirtschaft: Wirbelstürme bringen US-Wirtschaft nicht aus dem Tritt

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Wirtschaft  

Wirbelstürme bringen US-Wirtschaft nicht aus dem Tritt

27.10.2017, 15:15 Uhr | dpa-AFX

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft ist im Sommer trotz schwerer Wirbelstürme robust gewachsen. Nach Zahlen des Handelsministeriums vom Freitag erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal um auf das Jahr hochgerechnet 3,0 Prozent zum Vorquartal. Das ist nur unwesentlich weniger als das annualisierte Wachstum von 3,1 Prozent im zweiten Quartal und mehr als Analysten mit 2,6 Prozent erwartet hatten. Das US-Statistikbüro räumte allerdings ein, die wirtschaftlichen Auswirkungen der schweren Stürme nicht quantifizieren zu können.

Getragen wurde das Wachstum in den Monaten Juli bis September vor allem durch die privaten Konsumausgaben, wenngleich sie mit 2,4 Prozent geringer als im zweiten Quartal wuchsen. Die Investitionen der Unternehmen trugen ebenso zum Gesamtwachstum bei wie der Außenhandel und der Lageraufbau der Unternehmen. Für Belastung sorgten dagegen zum zweiten Mal hintereinander die Bauinvestitionen. Die Staatsausgaben wirkten in etwa wachstumsneutral.

An den Finanzmärkten legte der US-Dollar nach den Daten zu vielen wichtigen Währungen weiter zu. Die Wachstumszahlen dürften die Erwartungen an die US-Notenbank Fed, von der im Dezember eine weitere Zinsanhebung erwartet wird, weiter stärken. An den Märkten ist eine Zinserhöhung kurz vor Jahresende zu fast 90 Prozent eingepreist. In der kommenden Woche, wenn die Fed-Führung tagt, dürfte sich die Notenbank zwar noch zurückhalten. "Ende des Jahres kann aber ein weiterer Schritt nicht ausgeschlossen werden", kommentierte die Landesbank Hessen-Thüringen.

US-amerikanische Wachstumsdaten werden, anders als europäische Wachstumszahlen, annualisiert, also auf das Jahr hochgerechnet. Sie geben an, wie stark die Wirtschaft über ein Jahr betrachtet wachsen würde, wenn das aktuelle Tempo anhielte. Nach europäischer Berechnungsmethode entspräche das annualisierte US-Wachstum von 3,0 Prozent nicht-annualisiert in etwa 0,7 Prozent. Der Euroraum war im zweiten Quartal um 0,6 Prozent gewachsen. Eine erste Schätzung für das dritte Quartal folgt in der kommenden Woche.

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