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Verdi fordert Einkaufsverzicht: Diese Läden bleiben Heiligabend geschlossen

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Mögliche Sonntagsöffnung  

Verdi fordert Verzicht auf Einkäufe an Heiligabend

08.11.2017, 11:37 Uhr | /uta/DP/edh, dpa, dpa-AFX

Verdi fordert Einkaufsverzicht: Diese Läden bleiben Heiligabend geschlossen. Gewerkschaft Verdi fordert Verbraucher auf, an Heiligabend nicht einkaufen zu gehen (Quelle: dpa/Oliver Berg)

Kunden nutzen den Vormittag von Heiligabend gern noch für spontane Einkäufe. (Symbolbild) (Quelle: Oliver Berg/dpa)

Angesichts der möglichen diesjährigen Sonntagsöffnung an Heiligabend ruft die Gewerkschaft Verdi die Verbraucher dazu auf, an Heiligabend nicht einkaufen zu gehen. 

"Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern. Wenn Heiligabend dieses Jahr ein Sonntag ist, ist die Überlegung, gerade an diesem Tag die Sonntagöffnungszeiten anwenden zu wollen, unglaublich zynisch", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger.

Die Gewerkschaft fordere die Verbraucher dazu auf, zu den Zeiten einzukaufen, zu denen es für die Beschäftigten im Handel auch human sei, sagte der zuständige Tarifkoordinator Einzelhandel bei Verdi, Orhan Akman. "Ich würde den Kunden davon abraten, am 24. Dezember einkaufen zu gehen", sagte Akman. Die Regelung der Ladenschlusszeiten ist Ländersache. Eine zeitlich befristete Öffnung etwa von Supermärkten oder Bäckereien an Heiligabend ist nur in einzelnen Bundesländern zulässig.

Diese Supermärkte bleiben zu

Der Discounter Aldi hatte mitgeteilt, seine Filialen zum Finale der umsatzstarken Weihnachtswoche am 24.12. bundesweit geschlossen zu halten. "Am Heiligabend denken wir hier vor allem an unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach einer langen, intensiven Woche in Ruhe das Weihnachtsfest begehen sollen", begründete der Handelskonzern die Entscheidung. Auch der Lidl-Deutschlandchef sprach sich gegen eine Öffnung der Filialen an Heiligabend aus – mit ähnlichen Worten. 

Bei Rewe hieß es, von den zusammen mehr als 5000 Supermärkten der Ketten Rewe und Penny blieben lediglich die sogenannten Filialmärkte komplett geschlossen. Die rund 1200 selbstständigen Kaufleute im Rewe-Netz könnten dagegen in Eigenregie entscheiden. "Es gibt einige, die aufmachen wollen", sagte ein Rewe-Sprecher. Marktführer Edeka betonte, die Mehrzahl der Märkte werde von selbstständigen Kaufleuten geführt. Diese würden eigenständig über ihre Öffnungszeiten entscheiden. Der Discounter Lidl konnte zunächst noch keine Auskunft zum Vorgehen geben.

Beim Handelsverband Nordrhein-Westfalen schätzte Sprecherin Simone Schwan, dass rund 80 Prozent der Läden von der Möglichkeit einer Weihnachtsöffnung keinen Gebrauch machen werden. "Im Moment sieht es so aus, als wenn die meisten geschlossen haben", sagte sie.

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