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Aktien Europa Schluss: Trotz Zahlenflut überwiegend kaum verändert

08.11.2017, 18:43 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben zur Wochenmitte mit überwiegend kaum verändert geschlossen. Ein weiteres Mal gab es zahlreiche Unternehmensberichte zum abgelaufenen Quartal auszuwerten.

Der EuroStoxx 50 gab am Mittwoch letztlich 0,10 Prozent ab und schloss bei 3655,04 Punkten. Von Ende August bis zum 1. November war der Eurozonen-Leitindex um fast 10 Prozent gestiegen. Seither hat er wieder etwas nachgegeben. Wie es in einem Marktkommentar der Postbank hieß, halten auf den aktuell erreichten Kursniveau die Investoren momentan wohl inne, um sich gründlich zu überlegen, wohin ihr nächster Schritt sie führen soll.

Der französische CAC 40 verlor am Mittwoch 0,17 Prozent auf 5471,43 Punkte. Für den britischen FTSE 100 ging es hingegen um 0,22 Prozent auf 7529,72 Zähler nach oben. Das sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro schwächere Pfund, das die Exportchancen britischer Unternehmen begünstigen kann, sorgte für etwas Rückenwind am Londoner Aktienmarkt.

Die Quartalsergebnisse europäischer Unternehmen brachten am Mittwoch die Akteinkurse der entsprechenden Firmen überwiegend unter Druck. So büßten beispielsweise die Aktien von Credit Agricole im Cac-40-Index 3,16 Prozent ein, nachdem die Bank im dritten Quartal mit ihren Erträgen im Handelsgeschäft enttäuscht hatte. Um 3,47 Prozent fielen die Papiere der niederländischen Bank ABN Amro. Hier blieben die Nettozinseinnahmen als wichtige Ertragsquelle im dritten Quartal hinter den Erwartungen zurück.

Die Anteile des Börsenbetreibers Euronext gaben um 3,03 Prozent nach. Der Wettbewerber der Deutschen Börse hatte in den vergangenen drei Monaten unter gestiegenen Kosten, verursacht vor allem von einer strikteren Regulierung der Finanzbranche, gelitten.

In London legten die Aktien von Marks & Spencer nach anfänglich deutlichen Verlusten um 1,62 Prozent zu. Zwar enttäuschten die schwachen Margen im Lebensmittelgeschäft des kriselnden britischen Handelskonzerns, doch positiv kam an, dass die defizitären Aktivitäten im Ausland rasch eingedampft worden waren. Die Papiere des ungarischen Billigfliegers Wizz Air brachen im britischen All-Share-Index nach Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr um 9,33 Prozent ein.

Doch es gab nicht nur Schatten, sondern auch Licht: So legte der Aktienkurs des niederländisch-belgischen Handelsriesen Ahold Delhaize nach Bekanntgabe seiner Zahlen an der Spitze des EuroStoxx 50 um 5,13 Prozent zu. Beeindruckt zeigten sich Analysten vor allem von einem 2 Milliarden Euro schweren Aktienrückkauf. In Zürich rückten zudem die Papiere von Swiss Life um 2,18 Prozent vor. Der schweizerische Versicherer hatte mit den Einnahmen in den ersten neun Monaten positiv überrascht.

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