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Wirtschaft  

Aktien Europa: Die Kursschwäche setzt sich fort

13.11.2017, 11:37 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON/MADRID (dpa-AFX) - Auch in der neuen Woche ist es an Europas Aktienmärkten leicht abwärts gegangen. Die Saison der Geschäftsberichte von Unternehmen läuft allmählich aus, so dass von dieser Seite die Impulse nun ausbleiben. Potenzielle Käufer schienen derzeit "noch weiter an der Seitenlinie abwarten zu wollen, wohin die Reise geht", schrieb der Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets.

Der EuroStoxx-50 als Leitindex für die Aktien der Eurozone gab am Montagvormittag um 0,1 Prozent auf 3590,30 Punkte leicht nach. Es war der sechste Börsentag in Folge mit Verlusten. Vom jüngsten Hoch bei knapp über 3700 Punkten ist der Index mittlerweile um gut 3 Prozent zurückgefallen.

Anleger könnten zunächst noch Inflationsdaten im Oktober aus den USA abwarten. Diese werden im Verlauf der Woche veröffentlicht und könnten Aufschluss über das Tempo der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geben. Die Marktakteure rechnen derzeit überwiegend damit, dass die Fed die Zinsschraube im Dezember nochmals anzieht.

Der französische Leitindex CAC-40 gab um 0,24 Prozent auf 5367,68 Zähler nach. Das Londoner Börsenbarometer FTSE-100 stieg dagegen um 0,24 Prozent auf 7450,88 Punkte. Es profitierte vom schwachen Pfund, das sowohl zum US-Dollar als auch zum Euro schwache Pfund kräftig nachgab. Der Analyst David Madden von CMC Markets führte die Schwäche der britischen Währung auf Gerüchte im Londoner Devisenhandel um ein Misstrauensvotum gegen die Premierministerin Theresa May zurück.

Dass Investoren gegenwärtig lieber vorsichtig agieren, macht auch ein Blick auf die europäischen Branchen deutlich: Die Branchenindizes für Lebensmittelproduzenten und Pharma wiesen als einzige Kursgewinne auf. Beide Branchen gelten dank stabiler Erträge und Dividenden als weniger risikoreich als andere Industrien.

Auf Unternehmensseite blieb es zum Wochenauftakt noch ruhig, bevor am Dienstag wieder eine ganze Reihe von Quartalszahlen auf der Agenda steht. Papiere des britischen Tabakkonzerns Imperial Brands gaben um 0,6 Prozent nach, belastet von einer Abstufung von "Buy" auf "Neutral". Der Tabakriese werde künftig wohl Marktanteile verlieren, argumentierten die Analysten.

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