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Wirtschaft: Drägerwerk brechen nach enttäuschendem Margenausblick ein

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Wirtschaft  

Drägerwerk brechen nach enttäuschendem Margenausblick ein

13.11.2017, 14:37 Uhr | dpa-AFX

(Neu: Kommentar Warburg Research, Details)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aussicht auf eine vorerst niedrigere Profitabilität hat den Aktionären des Medizin- und Sicherheitstechnikherstellers Drägerwerk am Montag die Stimmung verhagelt. Der Aktienkurs sackte auf 73,50 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Dezember 2016 ab. Am frühen Nachmittag waren die Papiere mit einem Minus von noch 13,45 Prozent auf 77,02 Euro abgeschlagenes Schlusslicht im Technologiewerte-Index TecDax .

Das Unternehmen will 2018 zwar beim Umsatzwachstum zulegen, aber auch stärker investieren. Deshalb werde die Ebit-Marge (Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern) 2018 und voraussichtlich auch 2019 auf vier bis sechs Prozent sinken, hieß es. Im laufenden Jahr rechnet Drägerwerk hier mit fünf bis sieben Prozent. Händlern zufolge wurde am Markt mit einer höheren Marge gerechnet.

Nachdem Drägerwerk erst Anfang November Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt hatte, überraschte die Ankündigung der Belastungen durch Investitionen so kurz danach, wie Analyst Eggert Kuls von Warburg Research erklärte. Zu dem Zeitpunkt habe es keine diesbezüglichen Hinweise gegeben. Auf den ersten Blick enttäusche es, dass das Unternehmen kurz nach einem Kostensenkungsprogramm zusätzlich Geld in die Hand nehmen müsse, um eine positive Entwicklung für die Zukunft zu sichern. Die Gewinnerwartungen dürften nun deutlich sinken.

Experte Scott Bardo von der Privatbank Berenberg rechnet bei den Gewinnschätzungen der Analysten mit einem Rückgang um 15 bis 20 Prozent - selbst wenn die optimistischen Umsatzperspektiven am Markt Anklang finden sollten. Entsprechend überrasche der massive Druck auf den Aktienkurs nicht.

Mit Blick auf den Jahresverlauf zählen die Papiere mit einem kleinen Minus nun zu den schwächsten Werten im TecDax, der es selbst auf ein Plus von rund 36 Prozent bringt. Die gute Kursentwicklung des ersten Halbjahres ist nun dahin. Zum Vergleich: Anfang Juni hatten die Anteilsscheine noch ein Zwischenhoch bei 107 Euro erreicht. Im Vergleich zu Ende 2016 war das ein Plus von mehr als einem Drittel. Seit dem Hoch steht nun ein Minus von 28 Prozent zu Buche.

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