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Wirtschaft: K+S werden wegen enttäuschender Ergebnisqualität abgestraft

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Wirtschaft  

K+S werden wegen enttäuschender Ergebnisqualität abgestraft

15.11.2017, 11:54 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien von K+S sind am Mittwoch trotz einer positiven Ergebnisüberraschung des Dünger- und Salzherstellers im dritten Quartal auf Talfahrt gegangen. Sie büßten im späteren Vormittagshandel 3,33 Prozent auf 19,86 Euro ein und fielen damit auf den tiefsten Stand seit August. Analysten bemängelten vor allem die geringen Produktionsvolumina im neuen Werk in Kanada sowie eine ergebnisseitig "geringe Qualität".

Laut Analyst Michael Schäfer von der Commerzbank enttäuschte K+S sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis (Ebit I). Zwar hätten beide Kenngrößen im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, seien aber deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Schäfer begründete dies mit einer geringer als erwarteten Kali-Produktion im neuen Werk Bethune in Kanada. Zugleich verwies er aber auch als positives Momentum auf den beibehaltenen Ausblick für 2017. Am Markt hatte es Befürchtungen gegeben, dass die Gewinnschätzung etwas gesenkt werden könnten. Wie K+S nun bekräftigte, soll der Umsatz auf 3,6 bis 3,8 Milliarden Euro klettern und das Ebit I auf 260 bis 360 Millionen Euro steigen.

Analyst Patrick Rafaisz von der Schweizer Bank UBS merkte an, dass K+S statt eines erwarteten Verlustes je Aktie zwar einen kleinen Gewinn gemeldet habe, bemängelten aber dessen Qualität. Dieser sei in erster Linie Gewinnen aus Währungsabsicherungen zu verdanken gewesen, kritisierte er. Zudem hält er auch die Entwicklung des Barmittelflusses immer noch für enttäuschend, denn mit 385 Millionen Euro liege er weitgehend auf Höhe des Cashflows, der in den ersten neun Monaten des Vorjahres erwirtschaftet wurde. "Nur dank geringerer Investitionsausgaben hat sich der freie Cashflow von damals minus 456 Millionen auf nun minus 225 Millionen Euro verbessert."

Aussagen zur Abwasser-Entsorgungsproblematik kamen am Markt hingegen positiv an, wie Händler sagten. Bis zum Jahresende werden keine abwasserbedingten Produktionsausfälle mehr im Werk Werra erwartet. Hier war es in der Vergangenheit immer wieder zu Stillständen gekommen. Zudem erhielt der Konzern die Genehmigung zum vorzeitigen Beginn der Haldenerweiterung am Standort Hattorf. Das beseitige eine weitere Hürde, meinte etwa Commerzbank-Analyst Schäfer./ck/mis/jha/

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