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VW will mit Vollgas zur E-Weltmarktführerschaft

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Drei Millionen E-Autos jedes Jahr  

VW will mit Vollgas zur E-Weltmarktführerschaft

17.11.2017, 18:05 Uhr | Thomas Badtke, t-online.de

VW will mit Vollgas zur E-Weltmarktführerschaft. Ein VW XL Sport: Bei dem Sportwagen handelt es sich um einen Plug-in-Hybrid, dessen Akku an der Steckdose aufgeladen werden kann. (Quelle: Reuters)

Ein VW XL Sport: Bei dem Sportwagen handelt es sich um einen Plug-in-Hybrid, dessen Akku an der Steckdose aufgeladen werden kann. (Quelle: Reuters)

Der Volkswagen-Konzern lässt den Dieselskandal hinter sich und investiert kräftig in seine Zukunft. Die soll elektrisch und digital ausfallen.

Es ist ein Paukenschlag. Satte 70 Milliarden Euro will der Volkswagen-Konzern bis 2022 laut neuem Budgetplan des Aufsichtsrats investieren. Davon sollen allein mehr als 34 Milliarden Euro in die Entwicklung von E-Autos, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung fließen. Das Ziel: "Volkswagen bis zum Jahr 2025 zur weltweiten Nummer Eins in der Elektromobilität zu machen." So lautet das von Konzernchef Matthias Müller ausgegebene Ziel. "Sehr anspruchsvoll", kommentiert Autoexperte Helmut Becker.

Mit Macht an die E-Spitze

Für Becker ist klar: "Die Elektromobilität hat ihren Durchbruch erzielt." Zudem setze sich VW mit dieser Investitionssumme direkt an die Spitze: "Kein anderer etablierter Automobilkonzern geht so offensiv in Richtung Elektromobilität wie die Wolfsburger", sagt er.

Er verweist vor allem auf die zehn Milliarden Euro, die VW mit Partnern in China investieren will. China ist der größte Automarkt der Welt und erlebt derzeit einen politisch gewollten und gelenkten Elektroautoboom. Die Regierung in Peking hatte jüngst eine Quote beschlossen, die besagt, dass ab 2019 jeder Autohersteller in China zehn Prozent seiner Fahrzeuge elektrisch antreiben muss.

Jedes vierte Fahrzeug elektrisch

Insgesamt peilt Volkswagen an, dass bis 2025 jedes vierte Fahrzeug des Konzerns batterieelektrisch angetrieben sein soll. Derzeit liegt die Gesamtproduktion bei mehr als zehn Millionen Autos, 2025 sollen es etwa zwölf Millionen sein. Damit könnten es bis zu drei Millionen E-Autos jährlich sein, die der VW-Konzern von den Bändern rollen lässt.

VW auf dem Weg in die Zukunft: Die Aufsichtsräte haben beschlossen 34 Milliarden Euro in die E-Mobilität zu investieren. (Quelle: dpa)VW auf dem Weg in die Zukunft: Die Aufsichtsräte haben beschlossen 34 Milliarden Euro in die E-Mobilität zu investieren. (Quelle: dpa)

Zunächst rückt dabei der Standort Zwickau in den Blickpunkt. Dort sollen künftig alle E-Modelle der Marken VW, Audi und Seat gebaut werden. Dafür wird über eine Milliarde Euro investiert. Ab Ende 2018 soll die gesamte Passat-Familie am Standort Emden konzentriert und die Golf-Familie ab der nächsten Fahrzeuggeneration im Wolfsburger Stammwerk angesiedelt werden.

In die geplante Batteriezellforschung in Salzgitter sollen 200 Millionen Euro fließen. Das mutet bei all den angekündigten Investitionen vergleichsweise gering an. Auch deshalb, weil mit der bisherigen Batterietechnik die geplanten Millionenabsätze von E-Autos nicht möglich sind. "VW setzt auf eine Feststoff-Batterie statt Lithium-Ionen – und auf eine eigene Fertigung", so Autoexperte Becker.

Deutlicher Schwenk in Richtung E-Mobilität

Der neue Budgetplan zeigt, dass der Dax-Konzern wieder in großen Maßstäben denkt. Die bisherige Weltmarktführerschaft soll auch in kurzer Zeit auf die Elektromobilität übertragen werden. Gleichzeitig versucht VW damit, den Diesel-Skandal endgültig hinter sich zu lassen.

In der Wolfsburger Lesart ist der Skandal auch daran schuld, dass der Konzern erst jetzt den E-Richtungsschwenk vollzieht. "Dieselgate" kostete den Konzern allein in den USA umgerechnet über 25 Milliarden Euro. Dieses Geld fehlte dem Konzern und sorgte noch im Vorjahr dafür, dass bei der Kernmarke VW deutliche Einsparungen auf den Tisch kamen, die Tausende Jobs betreffen. Nun also wieder mit Vollgas voraus.

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