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Jamaika-Aus: Die Verlierer und Gewinner in der Wirtschaft

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Energiebranche  

Politische Hängepartie bringt Verlierer und Gewinner hervor

22.11.2017, 18:36 Uhr | Markus Wacket, ron, Reuters, t-online.de

Jamaika-Aus: Die Verlierer und Gewinner in der Wirtschaft. Ab in die Tonne: Nach dem Ende der Sondierungsgespräche ist der Jammer groß – vor allem bei der deutschen Wirtschaft. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Ab in die Tonne: Nach dem Ende der Sondierungsgespräche ist der Jammer groß – vor allem bei der deutschen Wirtschaft. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Nach dem Aus der Jamaika-Sondierungsgespräche warnt die deutsche Wirtschaft vor den negativen Folgen. Dabei gibt es auch Unternehmen, die vom politischen Stillstand profitieren – vorerst.

Die deutsche Wirtschaft mahnt die rasche Bildung einer stabilen Regierung an. Sowohl der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnen vor einer Hängepartie. "Aktuell geht es der deutschen Wirtschaft erfreulicherweise gut", sagte DIHK-Chef Eric Schweitzer dem "Handelsblatt".

In der Zuwanderung, Energiepolitik und der dringend erforderlichen Modernisierung des Landes müsse die Politik aber schnell tragfähige Lösungen bieten: "Das wäre ein wichtiges Signal für die deutsche Wirtschaft", so Schweitzer. Dennoch profitieren einige Wirtschaftsunternehmen von der politischen Hängepartie in Berlin. Die Energiebranche ist dafür ein gutes Beispiel.

Wie reagiert die Börse in dieser Situation?

Nachdem der Dax am Montag noch unter der 13.000-Marke schloss, erholte er sich zwar schnell, lag aber zum Handelsschluss am Mittwoch nur wenig über dieser psychologisch wichtigen Marke. "Die politischen Risiken durch die Hängepartie in Berlin sind weiter ein Thema und bremsen die Kauflaune auf dem Frankfurter Parkett", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Das wirtschaftliche Umfeld stimme aber, was eine größere Abwärtsbewegung verhindere.

Was bedeutet das für Betreiber von Kohlekraftwerken?

Das Ende der Jamaika-Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU, FDP und den Grünen hat am Anfang der Woche die Aktienkurse des Energieversorgers RWE kurzzeitig beflügelt. Der Hauptgrund: Die geplanten Stilllegungen von Kohlekraftwerken dürften sich verzögern. Auch Eons Kraftwerkstochter Uniper profitierte davon.

Was wird aus dem Kohleausstieg?

Erst einmal nichts. Die Grünen haben am Dienstag einen Antrag zum Kohleausstieg in den Bundestag eingebracht. Dieser soll in den Hauptausschuss des Parlaments überwiesen werden und wird dort wohl wie fast alle Initiativen lange schmoren. Denn nach allem, was sich jetzt abzeichnet, wird sich dies frühestens nach Neuwahlen ändern.

Was passiert mit den älteren Kohlekraftwerken?

Sie laufen vorerst weiter. Mehr noch: Jeder zusätzliche Tag ist bares Geld für Kraftwerksbetreiber wie RWE. Da sich eine Regierungsbildung bis Mitte 2018 hinziehen könnte, wird es bis dahin keinen Beschluss zum Abschalten älterer und schon abgeschriebener Kraftwerke geben. 

Was bedeutet das für die deutschen Klimaziele?

"Die Verzögerung ist für das Erreichen des deutschen Klimaschutzziels natürlich nicht hilfreich", sagt Patrick Graichen, Chef der Denkfabrik Agora Energiewende. Aber wenn man wolle, könne man immer noch bis 2020 die ältesten und schmutzigsten Braunkohlekraftwerke stilllegen.

Inwieweit wird die Elektromobilität ausgebremst?

Selbst wenn einige Kohlekraftwerke abgeschaltet werden, muss der andere Teil der Einsparungen von Verkehr, Gebäuden oder der Industrie kommen. Auch hier waren sich die Jamaika-Sondierer schon nahegekommen, etwa durch eine Erhöhung der Kaufprämie für Elektroautos. Ob sich Konzerne wie VW oder Daimler, die vor wenigen Tagen Offensiven in Richtung Elektromobilität gestartet haben, jetzt wieder ausbremsen lassen, ist aber weniger zu befürchten.

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