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Wie hat sich der Kosmetikmarkt entwickelt?

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Wenige große Ketten  

Deutschlands Drogerie-Markt ohne Schlecker

28.11.2017, 18:15 Uhr | Natalie Skrzypczak, dpa, t-online.de, jb, AFP

Wie hat sich der Kosmetikmarkt entwickelt?. Von der Schlecker-Pleite im Jahr 2012  hat auch der Konkurrent dm profitiert. (Quelle: dpa/Andreas Gebert)

Von der Schlecker-Pleite im Jahr 2012 hat auch der Konkurrent dm profitiert. (Quelle: Andreas Gebert/dpa)

Die Drogeriemarktkette Schlecker hatte 2012 Insolvenz angemeldet, rund 25.000 Beschäftigte verloren ihre Arbeitsplätze. Wie hat sich die Branche seitdem entwickelt? Ein kleiner Überblick.

Drogeriemarktkette dm setzt auf Digitalisierung

Die Drogeriemarktkette dm ist mit einem aktuellen Jahresumsatz von 10,26 Milliarden Euro derzeit die größte Drogeriemarktkette in Deutschland. Die Trennung von dem Bio-Lebensmittelhändler Alnatura im vergangen Jahr hat der Konzern somit gut verkraftet. Damit der Erfolg weiterhin anhält, setzt dm-Chef Erich Harsch auf die Digitalisierung. Auf der Jahrespressekonferenz in Karlsruhe kündigte er an, die Filialmitarbeiter mit Smartphones auszustatten. Zweck dieser Digitalisierungsoffensive soll eine bessere Beratung der dm-Kunden unter anderem über die Inhaltsstoffe sein, und das Sortiment sowie ein verbesserter Service. 

Weiterhin hat das Unternehmen auch den Drogeriemarkt im Ausland im Visier. In zahlreichen europäischen Ländern wie Tschechien, Ungarn und Österreich sind bereits Filialen vorhanden. Demnächst sollen Produkte aber auch in Italien sowie online in China angeboten werden. 

Allerdings hat dm auch mit negativen Schlagzeilen zu kämpfen. So berichtete die Berliner Morgenpost Anfang 2017, dass die dm-Konzernführung seine Mitarbeiter zu Fremdeinkäufen bei Rossmann anhält, um Kosten zu sparen. Dm-Personal solle hierzu die rabattierten Produkte sowie die Rabattcoupons nutzen. Christoph Werner, Geschäftsführer für den Bereich Marketing bei dm, erklärte der Morgenpost, dass es darum gehe, weitere kostengünstige Bezugsquellen für den Markt zu nutzen.

Rossmann setzt auf Vielseitigkeit

Um sich von seinen Wettbewerbern abzuheben, setzt die Drogeriemarktkette auf die Renovierung seiner Filialen sowie die Erweiterung der Produktpalette: Neben Spiel- und Schreibwaren haben die Filialen häufig auch Haushaltswaren und Kleinelektro-Artikel im Angebot. Rossmann besitzt mit rund 2060 Stück die meisten Filialen in Deutschland. 

Die Erschließung neuer Märkte steht ebenfalls im Visier: Mittlerweile kann der Konzern mehrere Hundert Filialen im Ausland darunter in Polen, Tschechien, Ungarn sowie in der Türkei und Albanien. Weitere Länder sollen folgen.

Müller und Budnikowsky

Die Drogeriemarktkette Müller ist vorwiegend in Süddeutschland stark vertreten. Das Unternehmen umfasst europaweit rund 824 Filialen – darunter 541 in Deutschland und 79 in Österreich.
Jüngst profitieren konnte die Kette durch die geplatzte Partnerschaft zwischen dm und Alnatura: Seit September 2016 sind nun die Produkte des Bio-Lebensmittelherstellers in den Müller-Filialen verfügbar.  

Budnikowsky, oder auch Budni, zählt zu den führenden Drogeriemarktunternehmen in Hamburg und Umgebung. Das Unternehmen engagiert sich vor allem im Raum Hamburg für soziale und Naturschutzprojekte und versucht somit seine Regionalität weiterhin zu stärken aus auszubauen. Das Engagement und der Service kommt vor allem bei den Kunden an: Budni wurde beim bundesweiten Kundenmonitor zum beliebtesten Drogeriemarkt Deutschlands 2017 gewählt. Platz zwei belegt dm, gefolgt von Rossmann.

Die Anzahl der Filialen in Deutschland. Stand April 2017 (Quelle: Statista.com)Die Anzahl der Filialen in Deutschland. Stand April 2017 (Quelle: Statista.com)

Konkurrenzkampf zwischen Parfümerien und Drogerien 

Doch mittlerweile haben auch renommierte Online-Händler die Branche für sich entdeckt: So mischen nun auch Amazon und Douglas sowie Zalando, Sephora und Otto kräftig auf dem Schönheitsmarkt mit. Aufgrund ihrer bereits vorhandenen Vertriebskanäle können diese Online-Shops ihren Kunden einfacher ein umfangreiches Sortiment an Schönheits- und Drogerieprodukten anbieten.

Was für die etablierten Drogeriemarktketten ein Schreckensszenario ist, ist für die Verbraucher eine gute Nachricht. Denn dank der neuen Wettbewerber erhöht sich der Konkurrenzkampf in der Branche und dies könne laut Handelsverband Kosmetik einen erhöhten Preiskampf zwischen den Drogeriemärkten und den Parfümerieketten mit sich bringen. 

Kosmetik vom Discounter

Doch nicht nur Drogeriemärkte sind Anlaufstellen für den Kauf etwa von Zahnpasta und Shampoo. Viele Verbraucher decken ihren Bedarf an Pflegeprodukten zunehmend auch durch Produkte vom Discounter. Dass sie bedenkenlos zu diesen Kosmetikartikeln greifen können, bestätigen zunehmend auch die Tests von Stiftung Warentest.   

Polens Kosmetikindustrie boomt

Und auch aus dem nahen Ausland bahnt sich Konkurrenz an. Immer öfter füllen Kosmetikprodukte "Made in Poland" die Drogerieregale. Zu Recht: Die Industrie blickt in Polen auf eine lange Tradition und namhafte Hersteller zurück: Max Factor, Gründer des gleichnamigen Unternehmens, das inzwischen zu Coty gehört, lernte sein Handwerk in Lodz. Und die aus Krakau stammende Kosmetikunternehmerin Helena Rubinstein begann mit dem Verkauf polnischer Cremes in Australien ihre Karriere. Zudem haben Global Player wie der französische L'Oréal-Konzern oder das US-Unternehmen Coty in Polen ihre mitunter weltweit größten Fabriken. Auch das EU-weit größte Nivea-Werk der deutschen Beiersdorf AG befindet sich in Polen.

Die starke internationale Konkurrenz spornt auch die Entwicklung polnischer Produzenten an. Um mithalten zu können, investieren sie Experten zufolge verstärkt in Forschung und Technologie – und würden damit nun im Ausland überzeugen.

Mittlerweile erobern polnische Produkte durch ihre Entwicklung zunehmend auch den als anspruchsvoll geltenden mittel- und westeuropäischen Markt. Der Verkauf hat sich nach Angaben der Kosmetikbranche in den vergangenen Jahren vermehrt gen Westen verlagert. Weltweit sind in Polen hergestellte Kosmetika inzwischen in mehr als 160 Ländern erhältlich, darunter Vietnam, Australien und Saudi-Arabien, erhältlich. Wichtigster Markt ist die EU, wo die Handelsbilanz seit dem EU-Beitritt Polens 2004 auf rund das Zehnfache anstieg. 

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