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Wirtschaft: GESAMT- Norddeutsche Landesbanken erholen sich von Schiffskrise

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Wirtschaft  

GESAMT- Norddeutsche Landesbanken erholen sich von Schiffskrise

29.11.2017, 16:02 Uhr | dpa-AFX

HANNOVER/HAMBURG (dpa-AFX) - Die beiden Krisenbanken NordLB und HSH Nordbank erholen sich langsam von der Schiffskrise. Kurz vor dem geplanten Verkauf an einen Investor vermeldete die HSH Nordbank steigende Gewinne. Die NordLB schrieb nach den Milliardenverlusten 2016 ebenfalls zuletzt wieder schwarze Zahlen.

Die HSH Nordbank steigerte den Gewinn vor Steuern in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres gemessen am Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 201 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch in Hamburg mitteilte. Der Konzerngewinn wuchs um acht Prozent auf 176 Millionen Euro. Zudem gelang es, Altlasten deutlich zu reduzieren: Die Summe der faulen Kredite schrumpfte von 13,6 auf 8,2 Milliarden Euro. Damit ist die HSH Nordbank nicht mehr weit vom Jahresziel von 7,5 Milliarden Euro entfernt. "Mit diesem guten Zwischenergebnis, dem Zuspruch unserer Kunden und dem konsequenten Altlastenabbau sind wichtige Weichen für den im Februar angestrebten Eigentümerwechsel gestellt", sagte Vorstandschef Stefan Ermisch.

Die HSH Nordbank, die sich mit Schiffskrediten verhoben hatte und von den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein mit Steuergeld gerettet wurde, muss bis Ende Februar verkauft werden. Scheitert dies, muss das Geldhaus nach EU-Auflagen abgewickelt werden. Ende Oktober hatten die Hamburger Finanzbehörde und das schleswig-holsteinische Finanzministerium erklärt, dass verbindliche Angebote vorlägen. Mehreren angelsächsischen Finanzinvestoren wird Interesse nachgesagt.

Derweil erholt sich auch die NordLB von ihren Milliardenverlusten 2016. In den ersten neun Monaten erzielte Norddeutschlands größte Landesbank einen Gewinn von 228 Millionen Euro, wie sie am Mittwoch in Hannover verkündete. Im gesamten Vorjahr hatten Rückstellungen für faule Schiffskredite einen Rekordverlust von knapp zwei Milliarden Euro verursacht. "Die Bank ist wieder profitabel", sagte NordLB-Chef Thomas Bürkle. Das Geldhaus habe die übernommene Bremer Landesbank in Rekordzeit integriert, die Kapitaldecke gestärkt und sei beim Abbau der Schiffskredite schneller als erwartet vorangekommen.

Die NordLB war im Oktober Spekulationen entgegengetreten, dass sie wegen schärferen Auflagen der Bankenaufsicht eine Kapitalspritze in Milliardenhöhe brauche. "Die Anforderungen der Aufsicht an die Kapitalausstattung von systemrelevanten Banken in Europa werden weiter steigen und darauf müssen wir uns vorbereiten", sagte Bürkle dazu nun lediglich. "Das aus eigener Kraft zu leisten, ist nach wie vor ambitioniert", reagierte Niedersachsens neuer Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Es sei weiterhin erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen, um die Kapitalquoten zu stärken. "Insbesondere sollte die Bank den Verwaltungsaufwand deutlich reduzieren und weitere Synergien erzielen."

Die NordLB und die HSH hatten Schiffskredite im großen Stil vergeben. Als mit der globalen Finanzkrise ab 2007 der Welthandel einbrach, kam es in der Schifffahrt zu großen Überkapazitäten. In der Folge mussten die Banken in ihren Bilanzen faule Schiffsfinanzierungen in Milliardenhöhe abschreiben.

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