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Nach Air-Berlin-Pleite: Worauf Reisende zu Weihnachten achten sollten

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Folgen der Air-Berlin-Pleite  

Preisanstieg: Worauf Reisende zu Weihnachten achten sollten

03.12.2017, 12:15 Uhr | David Ruch, t-online.de

Nach Air-Berlin-Pleite: Worauf Reisende zu Weihnachten achten sollten. Flugzeuge in Frankfurt am Main: Auf dem Ticketmarkt ist das Angebot seit der Air-Berlin-Pleite so knapp wie lange nicht. (Quelle: dpa/Marc Tirl)

Flugzeuge in Frankfurt am Main: Auf dem Ticketmarkt ist das Angebot seit der Air-Berlin-Pleite so knapp wie lange nicht. (Quelle: Marc Tirl/dpa)

Nach der Air Berlin-Pleite ist das Angebot auf innerdeutschen Strecken knapp. Folge: Die Preise steigen. t-online.de erklärt, was das für den Weihnachtsverkehr bedeutet.

Wer in diesem Jahr mit dem Flugzeug in den Weihnachtsurlaub reisen will, muss tief in die Tasche greifen. Denn nach der Insolvenz der Air Berlin und der Streichung Tausender Flüge bei Ryanair ist das Angebot knapp. Derzeit fehlen täglich mehrere Zehntausend Sitze. Die Folge: Flugtickets sind schneller vergriffen und kosten oft mehr.

Flüge in die Weihnachtsferien um ein Viertel teurer

Im November zahlten Kunden auf innerdeutschen Verbindungen im Schnitt bis zu einem Drittel mehr als im Oktober, ergab eine Auswertung des Vergleichsportals mydealz.de. Ähnlich sieht es an Weihnachten aus. Dem Internetportal Skyscanner zufolge sind innerdeutsche Flüge im Dezember und auch noch im Januar um im Schnitt 24 Prozent teurer als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr, schreibt die Welt. Den größten Preissprung gab es bei Flügen auf die Ferieninsel Mallorca: Sie kosten dem Bericht zufolge rund 40 Prozent mehr.

Die Lufthansa, die auf einigen Strecken inzwischen alleiniger Wettbewerber ist, betont zwar, dass sie ihre Preise nicht erhöht hat. Weil mit der Air Berlin jedoch ein preisgünstiger Konkurrent abhanden gekommen ist, zahlen die Kunden unterm Strich oft drauf. Zudem führt das verknappte Angebot in den voll automatisierten Buchungssystemen dazu, das günstige Preisklassen schneller vergriffen sind.

Rekordauslastung bei Lufthansa

Daran konnte auch nichts ändern, dass die Lufthansa seit September ihre Kapazitäten nahezu komplett ausschöpft. Auf einzelnen Linien sei das Angebot um bis zu 60 Prozent aufgestockt worden, teilte die Airline mit. Dadurch hätten 45 Prozent der nach der Air-Berlin-Pleite entfallenen Plätze ersetzt werden können.

Easyjet hat nach eigenen Angaben "die Besonderheiten der Weihnachtstage" im Flugplan bereits berücksichtigt. Ryanair, die bis März 20.000 Flüge gestrichen hat, wird sein Angebot erst im kommenden Jahr wieder aufstocken. Auf Anfrage teilte die irische Billigfluglinie mit: "Die Verbindung Köln/Bonn – Berlin-Schönefeld wurde im Rahmen des Winterflugplans für die Wintersaison ausgesetzt und wird Ende März wieder aufgenommen."

Bahn und Fernbus als Alternative

Für die Kunden bedeutet das: In den sauren Apfel beißen und die teuren Flugpreise akzeptieren, oder auf Bahn und Fernbus ausweichen. Die Bahn hat angekündigt, zu Weihnachten im Fernverkehr alle verfügbaren Fahrzeuge und zusätzliche Mitarbeiter einzusetzen. Flixbus will mit zahlreichen Zusatzbussen und engeren Taktungen auf die hohe Nachfrage reagieren.

Jedoch sind Kunden aufgerufen, sich frühzeitig um Tickets zu kümmern. "Generell gilt: Wer früher bucht, fährt günstiger", erklärte Flixbus auf Anfrage. "Es gibt begrenzte Sparpreiskontingente, die sich je nach Auslastung der Fahrt stufenweise dem Normalpreis nähern." Aktuell hätten Kunden noch die Chance, für den 21. und 24. Dezember sowie für den 3. und 4. Januar auf einigen Strecken noch Tickets zu besonders günstigen Preisen zu bekommen.

Nach Angaben der Bahn sind aktuell vor allem Tickets für den 22., 23. und 26. Dezember, sowie für den 2. Januar nachgefragt. Kunden rät das Unternehmen, Tickets frühzeitig und in Verbindung mit einer Sitzpplatzreservierung zu buchen, und möglichst an anderen als den Hauptverkehrstagen zu reisen. Wer bis 9. Dezember bucht, komme noch in den Genuss der aktuellen Preise. Mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember würden die Tickets um im Schnitt 1,9 Prozent teurer.

Mehr Flüge ab 2018

Erst im Laufe des kommenden Jahres dürfte sich die Lage auf dem Flugmarkt wieder entspannen. Es wird erwartet, dass die britische Easyjet die von Air Berlin übernommenen Flugzeuge ab 2018 nach und nach auf innerdeutschen Verbindungen einsetzen kann. Wegen der komplexen Formalien bei der Übernahme der Flugzeuge und des Personals wollen sich die Briten dabei bis September 2018 Zeit nehmen.

Ryanair teilte mit, im kommenden Jahr auf dem deutschen Markt wieder expandieren zu wollen. Die Kapazitäten sollen "bis Sommer 2018 um mehr als 20 Prozent steigen".

Die Lufthansa wartet derzeit auf das grüne Licht der EU-Kartellbehörden, um mit der Eingliederung der Air-Berlin-Unternehmensteile beginnen zu können. Nach eigenen Angaben ist die Airline dabei zu Zugeständnissen bereit. Möglich erscheint, dass die Lufthansa Flugrechte an Konkurrenten abtritt. Die Wettbewerbshüter können den Deal nun bis zum 21. Dezember – gegebenenfalls unter Auflagen – durchwinken oder aber eine vertiefte Prüfung einleiten.

Niki-Übernahme wackelt

Vor allem die Übernahme der Air-Berlin-Tochter Niki wird von Brüssel kritisch gesehen. Laut "Handelsblatt" hat die EU-Kommission im Strecken-Portfolio der Niki mehr als 100 Überschneidungen mit Lufthansa-Gesellschaften erkannt, was zu Nachteilen für die Verbraucher führen könne.

Sollte die Lufthansa erkennen, dass sie Niki nicht bekommt, würde sie voraussichtlich sehr schnell die Zwischenfinanzierung für die österreichische Airline stoppen. Ein abruptes Ende des Flugbetriebs könnte bedeuten, dass tausende Niki-Kunden an ihren Zielorten stranden würden, falls nicht ein neuer Investor einspringt.

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