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Wirtschaft: Euro verliert wegen US-Steuerplänen - Pfund im Blick wegen Brexit

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Wirtschaft  

Euro verliert wegen US-Steuerplänen - Pfund im Blick wegen Brexit

04.12.2017, 20:58 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag wegen gestiegener Chancen einer großen Steuerreform in den USA gefallen. Im US-Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1856 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1865 (Freitag: 1,1885) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8428 (0,8414) Euro.

Am Devisenmarkt wurde der Wochenauftakt von Spekulationen auf eine Steuerreform in den USA geprägt. Am Wochenende hatte der US-Senat den geplanten massiven Steuersenkungen für amerikanische Unternehmen zugestimmt. Bevor die Reform Gesetz werden kann, müssen aber die Entwürfe des Senats mit denen des Repräsentantenhauses in Einklang gebracht werden. Die Steuerreform wäre der erste größere Gesetzeserfolg von US-Präsident Donald Trump seit Amtsantritt im Januar 2017.

Die geplanten niedrigeren Steuersätze für Unternehmen könnten das Wachstum in der größten Volkswirtschaft der Welt anschieben und raschere Zinsanhebungen der US-Notenbank zur Folge haben. Beides spricht für einen tendenziell höheren Dollarkurs, was den Euro im Gegenzug belastet.

Das britische Pfund reagierte am Montag indes nur wenig auf eine Verzögerung bei der Brexit-Einigung. Nachdem die britische Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker noch keinen Durchbruch erzielen konnten, gab der Kurs der britischen Währung im Handel mit moderat nach. Zuletzt stand der Kurs bei 1,3474 US-Dollar und damit in etwa so wie nach Bekanntwerden der Verzögerung. Zuvor war das Pfund noch zeitweise auf einem Tageshoch bei 1,3539 Dollar gehandelt worden.

Kommissionspräsident Juncker hatte sich nach dem Treffen mit der britischen Premierministerin zuversichtlich gezeigt, dass noch in dieser Woche eine Vereinbarung getroffen werden könnte. Damit wäre es dann auch noch möglich, beim EU-Gipfel kommende Woche die zweite Phase der Brexit-Verhandlungen einzuläuten, sagte Juncker.

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