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Wirtschaft: Schaeffler will Dienstleistungen bündeln - 375 Jobs in Bayern bedroht

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Wirtschaft  

Schaeffler will Dienstleistungen bündeln - 375 Jobs in Bayern bedroht

05.12.2017, 13:12 Uhr | dpa-AFX

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Wegen der geplanten Zusammenlegung firmeninterner Dienstleistungen stehen beim Autozulieferer Schaeffler in Bayern womöglich bis zu 375 Stellen auf der Kippe. Betroffen seien neben Arbeitsplätzen in der Konzernzentrale in Herzogenaurach auch Jobs am Standort Schweinfurt, sagte ein Firmensprecher am Dienstag. Er betonte aber, es handele sich nicht um einen Stellenabbau. Das Unternehmen gehe aber davon aus, dass nicht alle Betroffenen ausreichend flexibel seien, um an den künftigen Standort umzuziehen.

Nach einem Vorstandsbeschluss vom November sollen sämtliche, europaweit verteilte Service-Abteilungen bis 2022 in einem Dienstleistungszentrum mit bis zu 900 Arbeitsplätzen gebündelt werden, sagte der Sprecher. Das Unternehmen erhoffe sich davon eine Standardisierung von Abläufen und somit Kosten- und Effizienzvorteile, erläuterte der Sprecher. Über die Entscheidung hatten zunächst die "Nürnberger Nachrichten" (Dienstag) berichtet.

Die Schaeffler-Führung hofft, dass bei der Verlagerung der bisher dezentralen Service-Einheiten für Finanzen, Personal, Logistik, Einkauf und IT Härten für betroffene Mitarbeiter vermieden werden könnten - schon wegen der Zeitspanne von fünf Jahren, die für den Prozess vorgesehen sei. Betroffene sollen alternative Jobangebote im Unternehmen erhalten, für andere Mitarbeiter bemühe man sich um sozialverträgliche Lösungen.

Unklar ist dem Firmensprecher zufolge, wo die künftige Dienstleistungszentrale künftig angesiedelt werden solle. Die Prüfung verschiedener möglicher Standorte in Europa sei noch nicht abgeschlossen. Auf die Frage, ob dabei auch Standorte in Deutschland eine Chance hätten, sagte der Sprecher: "Da muss man auf die Lohn- und Gehaltssituation in Deutschland schauen - da ist Deutschland nicht der beste Standort." Einen Medienbericht, wonach eine Verlagerung nach Polen geplant sei, wollte der Sprecher nicht bestätigen.

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