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Wirtschaft: Fluglinien dürften 2018 so viel verdienen wie nie

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Wirtschaft  

Fluglinien dürften 2018 so viel verdienen wie nie

05.12.2017, 13:47 Uhr | dpa-AFX

GENF (dpa-AFX) - Fluggesellschaften in aller Welt steuern im kommenden Jahr laut einer Branchenschätzung auf einen neuen Gewinnrekord zu. Schon 2017 dürften die Fluglinien mit insgesamt 34,5 Milliarden US-Dollar (29,1 Mrd Euro) mehr verdienen als zwischenzeitlich erwartet, teilte der Weltluftfahrtverband IATA am Dienstag in Genf mit. Das wäre fast so viel wie im bisherigen Rekordjahr 2015 - und das trotz der jüngsten Pleiten wie bei Air Berlin. Im kommenden Jahr sollen die branchenweiten Profite dann mit 38,4 Milliarden Dollar einen neuen Höchststand erreichen.

Zu der überraschend starken Prognose tragen Fluggesellschaften aus allen großen Weltregionen bei. Vor allem die lange vergleichsweise schwache europäische Luftfahrtbranche dürfte der IATA zufolge 2017 und 2018 voraussichtlich in neue Höhen vorstoßen. Hatten sie 2015 erst 6,7 Milliarden und 2016 rund 8,8 Milliarden Dollar verdient, sollen es 2017 nun 9,8 Milliarden und 2018 sogar 11,5 Milliarden Dollar werden.

Zuletzt hatten die Insolvenzen von Alitalia, Air Berlin und des britischen Billigfliegers Monarch die Branche in Europa durchgeschüttelt. Dagegen profitiert vor allem die Lufthansa von dem verknappten Flugangebot in Deutschland, durch das die Ticketnachfrage bei dem Konzern zuletzt kräftig anzog.

"Es sind gute Zeiten für die globale Luftfahrtbranche", sagte IATA-Chef Alexandre de Juniac. Mehr Menschen als je zuvor reisten im Flugzeug, und im Frachtgeschäft sei die Nachfrage so stark wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Die Airlines erwirtschafteten nachhaltige Gewinne. Höheren Ticketpreisen dürften allerdings höhere Ausgaben für Treibstoff und Gehälter gegenüberstehen. So müssten Airlines Piloten mehr Geld bezahlen, um sie für sich zu gewinnen, erläuterte IATA-Chef-Ökonom Brian Pearce. Zuletzt hatte der Billigflieger Ryanair seine Cockpit-Besatzungen mit Extrazahlungen geködert, um sie bei der Stange zu halten.

Die Zahl der Passagiere dürfte nach Einschätzung der IATA weiter kräftig steigen: von weltweit 3,8 Milliarden Passagieren im vergangenen Jahr auf wahrscheinlich 4,1 Milliarden in diesem und 4,3 Milliarden im nächsten Jahr. Wegen steigender Kosten für Treibstoff, Löhne und Flughafengebühren dürften Tickets aber im Durchschnitt um drei Prozent teurer werden, erklärte Pearce.

Auch das Frachtvolumen steigt weiter. 2017 rechnet die IATA auch dank des wachsenden Onlinehandels mit 59,9 Millionen Tonnen nach 54,9 Millionen im vergangenen Jahr. 2018 erwartet der Verband einen weiteren Anstieg auf 62,5 Millionen Tonnen Fracht.

Derweil kritisierte der Verband den bei Passagieren in der EU populären Anspruch auf Entschädigung bei Flugverspätungen scharf. Die EU lege den Airlines eine teure Bürde auf, die nichts dazu beitrage, die Gründe für Verspätungen aus dem Weg zu räumen, sagte IATA-Chef de Juniac. Man brauche international einheitliche Standards. Die EU sei zu weit gegangen. "Wir warnen die anderen Regierungen der Welt davor, die Fehler der EU zu kopieren", sagte er.

In der IATA sind etwa 275 Fluggesellschaften organisiert, die mehr als 80 Prozent des weltweiten Flugverkehrs ausmachen.

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