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Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend im Plus - Verluste nur in Budapest

08.12.2017, 20:01 Uhr | dpa-AFX

BUDAPEST/WARSCHAU/PRAG/MOSKAU (dpa-AFX) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienmärkte haben sich am Freitag weitgehend positiv entwickelt. Während die Börsen in Prag und Warschau in einem freundlichen europaweiten Umfeld an ihre leichten Kursgewinne vom Vortag anknüpften, beendete der Moskauer Leitindex RTSI den Tag prozentual unverändert bei 1119,54 Punkten. Einzig in Budapest ging der Handel schwächer zu Ende.

In Prag stieg der tschechische Leitindex PX um 0,61 Prozent auf 1062,35 Punkte. Bei den Einzelwerten setzten sich Unipetrol mit plus 1,9 Prozent infolge steigender Ölpreise an die Indexspitze. Daneben konnte sich die Telekomaktie O2 Czech Republic mit einem Aufschlag von 1,8 Prozent von ihren Vortagesverlusten erholen. Im Einklang mit einem starken europäischen Branchentrend waren außerdem Bankaktien gefragt. Titel der Erste Group etwa legten 1,26 Prozent zu. Schlusslicht waren die Aktien des Spirituosenherstellers Stock Spirits mit einem nur kleinen Minus von 0,25 Prozent.

Der Warschauer Wig-30 stieg um 0,55 Prozent auf 2769,44 Punkte, während der breiter gefasste Wig 0,43 Prozent auf 62 430,24 Einheiten gewann. Thema des Tages war der Rücktritt der polnischen Ministerpräsidentin Beata Szydlo am Vorabend. Der designierte Nachfolger Mateusz Morawiecki soll am Dienstag das Vertrauensvotum des Parlamentes erhalten. Auf Unternehmensseite zogen die Banken PKO und Pekao die Blicke mit Medienberichten über eine mögliche Fusion auf sich. Die Aktien stiegen um bis zu 2,3 Prozent - auch wenn die PKO Bank den Bericht dementierte.

Unterdessen kamen einige Versorgeraktien in Warschau nach ihren satten Vortagesgewinnen wieder etwas zurück: So fielen die Titel von Energa um 1,82 Prozent und Papiere von PGE gaben um etwa 1 Prozent nach. Am Donnerstag hatten sie deutlich vom Beschluss des Parlaments profitiert, einen Kapazitätsmarkt im polnischen Stromsektor zu schaffen. Infolge dessen können sie auch für die Bereitstellung ihrer Kraftwerke bezahlt werden und nicht nur für den tatsächlichen verkauften Strom.

Ein Minus gab es jedoch in Budapest, wo der Leitindex Bux nach seinen deutlichen Gewinnen vom Donnerstag um 0,30 Prozent auf 38 232,56 Punkte fiel. Im Mittelpunkt standen zum Wochenausklang Inflationszahlen, die einen beschleunigten Preisauftrieb ergaben. Bei den Einzelwerten zogen die Aktien des Öl- und Gaskonzerns MOL gemeinsam mit einem höheren Ölpreis um etwas mehr als 1 Prozent an. Die Titel der OTP Bank jedoch gaben gegen den freundlichen europäischen Branchentrend um etwa 1,5 Prozent nach.

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