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Wirtschaft - Aktien Europa Schluss: Starker Euro drückt EuroStoxx etwas ins Minus

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Wirtschaft  

Aktien Europa Schluss: Starker Euro drückt EuroStoxx etwas ins Minus

11.12.2017, 18:31 Uhr | dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der wieder feste Euro hat den EuroStoxx 50 zu Wochenbeginn leicht belastet. Der Leitindex der Eurozone schloss am Montag 0,26 Prozent tiefer bei 3582,21 Punkten. Eine starke Gemeinschaftswährung kann Exporte in Länder außerhalb der Eurozone verteuern.

Der französische Leitindex CAC-40 gab angesichts dessen um 0,23 Prozent auf 5386,83 Punkte nach. Der britische FTSE 100 jedoch rückte um 0,80 Prozent auf 7453,48 Punkte vor. Entgegen seinen Indexkollegen profitierte er von einer schwachen Heimatwährung.

Im Vorfeld der im Wochenverlauf erwarteten Zinsentscheidungen der Notenbanken hatte sich der Euro von den Verlusten der Vorwoche erholt und die Marke von 1,18 US-Dollar übersprungen. Selbst die an sich positiven Nachrichten vom US-Arbeitsmarkt sprächen derzeit nicht für eine aggressivere US-Notenbank Fed und damit einen stärkeren Dollar, sagten Devisenexperten. Dass die US-Währungshüter am Mittwoch das nächste Mal an ihrer Zinsschraube drehen, damit wird fest gerechnet. Bei der Sitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag hingegen werden keine großen Entscheidungen erwartet.

Am Markt ragten vor allem Bergbauwerte positiv heraus. Ihr Teilindex zog um 1,18 Prozent an. Rohstoffe waren angesichts des schwachen Dollar gefragt, da sie in der Regel in der US-Währung abgerechnet werden.

Bankenwerte rückten um 0,28 Prozent vor. Speziell die in Übersee aktiven Finanzhäuser würden von einem steigenden Zinsniveau in den USA profitieren, sagten Händler. Ihr Branchenindex hatte am Freitag schon deutlich von Fortschritten bei den Verhandlungen über internationale Kapitalregeln profitiert.

Unter den Favoriten in der Branche verteuerten sich die Anteilsscheine von HSBC um rund 2,5 Prozent. Die britische Großbank ist eine weitere Fessel ihrer skandalträchtigen Vergangenheit los: Die US-Justiz hatte die enge Beobachtung des Instituts seit der 2012 verhängten Milliardenbuße für Geldwäsche in Mexiko und Geschäfte mit dem Iran nicht verlängert.

Unter den weiteren Einzelwerten stachen die Vivendi-Aktien an der EuroStoxx-Spitze mit einem Anstieg um fast 3 Prozent hervor. Die Schweizer Großbank UBS hatte die Papiere des Medienkonzerns weiter zum Kauf empfohlen.

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