Wirtschaft

Aktien Europa Schluss: Schwächerer Euro verschafft Erleichterung

03.01.2018, 18:30 Uhr | dpa-AFX

Mit Erleichterung reagierten Anleger auf die Verschnaufpause des Euro. Dieser war am Dienstag mit 1,2081 US-Dollar noch denkbar knapp an einem Dreijahreshoch gescheitert. Am Mittwoch gab die Gemeinschaftswährung wieder auf zuletzt 1,2026 nach. Ein starker Anstieg des Eurokurses birgt die Gefahr, dass sich die Exporte von Unternehmen der Eurozone verteuern und diese damit zu Konkurrenten außerhalb der Eurozone ins Hintertreffen geraten.

Auch wenn sich der Bankensektor am Mittwoch nur wenig bewegte, trat ein für die Branche wegweisendes Ereignis in Kraft: Die neue Finanzmarktrichtlinie MiFID II. Sie bringt die bedeutendsten Regeländerungen für die europäische Investmentbranche seit 10 Jahren mit sich. Da das jedoch für die Marktakteure längst keine Überraschung mehr ist, reagierten die Aktien der Branche darauf nicht.

Unter den Einzelwerten stachen in London die Papiere von Next hervor, die im Leitindex "Footsie" um fast 7 Prozent nach oben sprangen. Der Einzelhändler für Mode und Einrichtungsgegenstände hatte sein Jahresgewinnziel angehoben, nachdem das Weihnachtsgeschäft besser als erwartet gelaufen war. Marks & Spencer als Branchenmitglied wurden von der positiven Stimmung mit nach oben gezogen und legten um 1,39 Prozent zu.

Europas Technologieaktien erhielten einen Schub, nachdem tags zuvor an der Technologiebörse Nasdaq in den USA erneut ein Rekordstand gefeiert worden war. Zudem setzte die Nasdaq die Jagd nach Höchstständen auch am Mittwoch fort. Davon profitierten in Europa unter anderem die Aktien von Nokia mit plus 2,15 Prozent und die von STMicroelectronics, die um gut 3 Prozent stiegen.

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