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Wirtschaftsstudie: Brexit gefährdet 14.000 Jobs in deutscher Autoindustrie

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Wirtschaftsstudie  

Brexit könnte deutsche Autoindustrie 14.000 Jobs kosten

11.01.2018, 17:08 Uhr | RP, dpa-AFX

Wirtschaftsstudie: Brexit gefährdet 14.000 Jobs in deutscher Autoindustrie. Vorsicht, Schleudergefahr: BMW fertigt in England den Mini, in Deutschland fürchten Zulieferer um Aufträge und Jobs. (Quelle: Reuters/Suzanne Plunkett)

Vorsicht, Schleudergefahr: BMW fertigt in England den Mini, in Deutschland fürchten Zulieferer um Aufträge und Jobs. (Quelle: Suzanne Plunkett/Reuters)

Ein Scheitern der Brexit-Gespräche bedroht allein bei Deutschlands Automobilzulieferern 14.000 Jobs, so eine Studie. Brexit-Befürworter Farage regt unterdessen ein zweites Referendum an.

Die brisante Untersuchung wurde am Donnerstag vorgestellt. Demnach müsste die Branche im Falle eines ungeregelten EU-Austritts Großbritanniens im Jahr des Ausscheidens mit Einbußen von bis zu 3,8 Milliarden Euro rechnen.

Der britische Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage brachte unterdessen ein zweites Referendum über den britischen Abschied aus der EU ins Gespräch. Er erhofft sich dadurch, die britische Regierung in ihren Austrittsverhandlungen mit der EU zu stärken. Die Brexit-Gegner hoffen weiter, das Ergebnis aus der ersten Abstimmungsrunde zu revidieren.

Deutschlands fünftgrößter Handelspartner

Die britischen Wähler hatten im Juni 2016 für einen Abschied aus der EU votiert. Im März 2017 reichte die britische Regierung das offizielle Austrittsgesuch in Brüssel ein, bis zum 29. März 2019 müssen die Scheidungsmodalitäten vereinbart werden. Fest steht bislang, dass die Briten in einer Übergangsphase eng an die EU gebunden bleiben. Wie es danach weitergehen soll, ist offen. Die entscheidenden Verhandlungen sollen im Februar beginnen.

"Wir alle behelfen uns mit theoretischen Szenarien, welches jedoch greifen wird, kann jetzt noch niemand sagen", heißt es von Wirtschaftsverbänden. Die deutsche Wirtschaft rechnet aber allein für anfallende Zollformalitäten mit jährlichen Mehrausgaben von 200 Millionen Euro pro Jahr. Mit Ausfuhren von rund 122 Milliarden Euro pro Jahr ist Großbritannien der fünftgrößte Handelspartner Deutschlands. 

Deutsche Autos könnten 21 Prozent teurer werden

Die Deloitte-Studie untersuchte nun die Auswirkungen eines Brexit auf die deutschen Autozulieferer. Der Grund für das hohe Job-Risiko sei die starke Verflechtung deutscher Zulieferer mit deutschen, britischen und anderen europäischen Automobilproduzenten, heißt es in dem Bericht. Jedes fünfte in Großbritannien verbaute Automobil-Teil stamme aus deutscher Produktion. Gleichzeitig seien die deutschen Zulieferer aber auch an der Herstellung von Autos in Deutschland und anderen europäischen Ländern beteiligt, die für den britischen Markt bestimmt sind.

Ein Brexit ohne Freihandelsabkommen würde die Einführung von Zöllen nach sich ziehen und den Wechselkurs des Britischen Pfunds dauerhaft schwächen. Das könnte deutsche Autos in Großbritannien um etwa 21 Prozent teurer machen, schätzen die Deloitte-Experten. Gleichzeitig würden auch die Autos, die in Großbritannien hergestellt werden, auf dem Kontinent um 13 Prozent mehr kosten. Für die deutschen Autozulieferer würde das einen Rückgang der Umsätze um 23 Prozent von 16,4 auf 12,6 Milliarden Euro im Großbritannien-Geschäft bedeuten, sagte Deloitte-Chefökonom Alexander Börsch.

Quelle:
- dpa

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