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Französischer Eigentümer entlässt Puma in die Freiheit

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Neuer Großaktionär  

Kering trennt sich von Mehrheit der Puma-Anteile

11.01.2018, 19:09 Uhr | Sebastian Kunigkeit, Alexander Hübner, dpa, rtr

Französischer Eigentümer entlässt Puma in die Freiheit. Puma-Logo: Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach (Bayern) passt nicht mehr in die Luxusstrategie. (Quelle: dpa/Daniel Karmann)

Puma-Logo: Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach (Bayern) passt nicht mehr in die Luxusstrategie. (Quelle: Daniel Karmann/dpa)

Der französische Luxusgüterkonzern Kering will seine Mehrheit am deutschen Sportartikelhersteller Puma abgeben. Neuer Großaktionär ist dann die Unternehmerfamilie Pinault. Die Nachricht ließ die Puma-Aktie stark absacken.

Der französische Kering-Konzern will sich von seiner Mehrheitsbeteiligung am fränkischen Sportartikelhersteller Puma trennen und unter den eigenen Aktionären verteilen. Der Verwaltungsrat will den Kering-Aktionären vorschlagen, rund 70 Prozent als Sachdividende an sie auszuschütten, wie das Unternehmen mitteilte. Kering selbst würde damit nur rund 16 Prozent an Puma behalten. Kering will sich damit auf den gewinnstarken Luxussektor konzentrieren.

Damit wäre der Sportartikelhersteller mit Sitz in Herzogenaurach künftig zu 55 Prozent in Streubesitz. Artémis, der größte Anteilseigner von Kering, würde mit einem Anteil von etwa 29 Prozent ein langfristiger strategischer Aktionär von Puma bleiben, hieß es in der Mitteilung.

Kering will sich dem Wachstum seiner Luxushäuser widmen

Über eine Trennung Pumas von Kering war schon häufiger spekuliert worden. "Die geplante Ausschüttung der Puma-Aktien an unsere Aktionäre wäre ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Konzerns", erklärte Kering-Chef François Henri Pinault.

"Kering könnte sich voll und ganz dem Wachstum seiner Luxushäuser widmen und deren anhaltender Attraktivität, die auf kreativer Kühnheit und Innovationskraft basiert." Das für Marken wie Gucci, Yves Saint Laurent und Brioni bekannte Unternehmen will sich ganz auf das Luxussegment mit Schmuck, Uhren, Mode und Lederwaren konzentrieren.

Der Konzern werde unverzüglich die zuständigen Betriebsratsvertreter informieren. Die endgültigen Bedingungen würden derzeit noch geprüft. Die Kering-Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am 26. April 2018 über den Vorschlag abstimmen.

Puma hatte 2017 seine Gewinnprognosen angehoben

Kering war vor gut zehn Jahren bei Puma eingestiegen. Damals hatte sich das fränkische Traditionsunternehmen angesichts der übermächtigen Konkurrenz von Adidas und Nike stark als Mode- und Lifestyle-Marke positioniert. Inzwischen ist Puma wieder zu seinen Wurzeln als Hersteller von Sportschuhen und -bekleidung zurückgekehrt.

"Die Marke erfreut sich eines starken Umsatzwachstums und macht Fortschritte bei der Rendite", erklärte Kering. Im vergangenen Jahr hatte Puma seine Umsatz- und Gewinnprognosen dreimal nach oben geschraubt. Der Umsatz sollte um bis zu 16 Prozent auf mehr als vier Milliarden Euro steigen, der operative Gewinn auf 235 bis 245 Millionen Euro – fast doppelt so viel wie 2016.

Puma-Aktien sackten vor Handelsende ab

Die Aktie von Puma hat am Donnerstag unter dem kurz vor Handelsende bekannt gewordenen Bericht über Verkaufspläne des Mutterkonzerns Kering gelitten. Während es für die Aktien von Puma um 4,38 Prozent bergab ging, dämmten die Kering-Titel ihr Minus nur etwas ein auf letztlich 0,99 Prozent.

Da viele Investoren schon zuvor auf einen solchen Schritt der Franzosen gesetzt hätten, sei die Fantasie bei Puma damit weg, begründete ein Händler den Kursrückgang. Nun dürften viele Kering-Aktionäre die Puma-Titel sofort verkaufen.

Quellen:
- dpa
- Reuters

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